Frettchen, oder wie ES die Welt sieht. Alltägliches aus ihrem typisch chaotischen Leben gemischt mit humorvoll kritischer Betrachtung des Universums und des ganzen Rests, gespickt mit Kurzgeschichten die teilweise nicht von dieser Welt sind.
Tote Hose im Geschäft, also die ideale Gelegenheit um schnell mal die Bankgeschäfte zu erledigen und da meine Bank nur wenige Gehsekunden von meinem Laden entfernt ist, lässt sich das in wenigen Minuten erledigen. Also ein Schild mit dem Hinweis, dass ich gleich wieder da bin, in die Tür gehängt und mal eben schnell zur Bank.
In weniger als fünf Minuten bin ich wieder zurück und was sehe ich da, es stehen 3 Kunden vorm Geschäft.
Hmm, denk ich, das ist wohl Murphy’s Law. Super Methode um das Geschäft zu beleben. Als mal wieder nichts los ist, ich aber keine Bankgeschäfte zu erledigen habe, denke ich: „Okay, gehste halt einmal um den Block, dauert ungefähr genauso lange, wie mal eben schnell zur Bank und frische Luft und etwas Bewegung schadet ja nicht.“ Gedacht, getan, als ich nach ca. 2,5 Minuten zurück komme, steht nicht ein Kunden vorm Laden.
Also komme ich zu dem Schluss, dass Murphy’s Law in diesem Fall nur bei Bankgeschäften und nicht bei Spaziergängen funktioniert. Also erledige ich meine nächsten Bankgeschäfte in der freudigen Erwartung bei meiner Rückkehr Kunden vor meinem Geschäft vorzufinden. Aber, nichts, nicht ein Kunde.
Als ich ein paar Tage später, die Geschichte bereits vergessen hatte, fand ich nach meinen Bankgeschäften wieder Kunden vor dem Laden.
Nun hab ich es kapiert. Wenn ich möchte dass durch Murphy’s Law Kunden in mein Geschäft kommen, darf ich nicht daran denken.
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich es fertig bringe, nicht an das Ereignis, welches ich auslösen will, zu denken um eben dieses Ereignis auszulösen.
Wer sich nun an Douglas Adams Theorie „Jeder kann fliegen, wenn er nur nicht dran denkt“, (Mit aller Macht auf den Boden werfen, diesen dabei allerdings verfehlen, klappt nur wenn man weder an den Boden noch an das Fliegen denkt.) erinnert fühlt, ist in guter Gesellschaft.