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  • : Frettchen, oder wie ES die Welt sieht. Alltägliches aus ihrem typisch chaotischen Leben gemischt mit humorvoll kritischer Betrachtung des Universums und des ganzen Rests, gespickt mit Kurzgeschichten die teilweise nicht von dieser Welt sind.
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  • Ein Werkstatt-Krimi (23.09.2009 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

     

    Das Universum und ich sind selten einer Meinung, man kann sagen, dass wir uns nicht wirklich verstehen. Um ganz ehrlich zu sein, wir werden wohl nie Freunde werden.

     

    Aber seit Tagen zermartere ich mir mein Hirn, was ich denn getan haben könnte um das Universum dermaßen zu verärgern.

     

    Dabei fing alle so harmlos an, ein kleiner Defekt an meinem Opel, eine freie Werkstatt in der Nachbarschaft und weder Geld noch Lust das Fahrzeug in eine Fachwerkstatt zu bringen.

     

    Nein, in Wirklichkeit fing alles am Tag meiner Zeugung an, der Gerüchten zufolge der 18. Geburtstag meiner Mutter gewesen sein soll. Ich erwähne dies nur, weil doch angeblich alles irgendwie zusammenhängt, wie dieser Fakt da rein passt ist mir zwar noch überhaupt nicht klar, aber sicher ist sicher.

     

    Also an besagtem Tag hat das Universum wohl beschlossen, dass es mal wieder einen neuen Spielball gebrauchen könnte und sorgte dafür dass sich das Spermium durchsetzte, welches das Legastheniker-Gen trug.

     

    Und was das mit meinem defekten Opel zu tun hat, ist ganz einfach zu erklären. Legastheniker sind Rechts-Links-Verwechsler. Und so geschah es dass ich eines Tages mit meinem Opel Combo Diesel an meiner Stammtankstelle ankam und feststellen musste, dass alle Zapfsäulen auf der linken Seite nicht nur besetzt sondern mit mindestens einen weiteren wartenden Wagen blockiert waren, aber eine Säule war noch auf der rechten Seite frei.

     

    Da mein Tankstutzen auf der rechten Seite ist, hielt ich es für eine gute Idee rückwärts an die freie Stelle zu fahren um somit die Säule auf der richtigen Seite zu haben. Und in alter Gewohnheit nahm ich den dritten Hahn von vorne, um zu tanken. Dabei ignorierte ich die Tatsache, dass die rechte Seite der Säule nicht das Spiegelbild der linken Seite darstellte. Träumte dann noch, ganz wie es meine Art ist etwas vor mich hin, bevor ich auf die Anzeige der Säule schaute und beim Preis des Kraftstoffes stutzig wurde.

     

    Es war passiert ich war dabei Benzin in mein Dieselfahrzeug zu tanken. Ich unterbrach zwar sofort den Tankvorgang, hatte allerdings bereits 16 Liter Benzin getankt. Da mein Tank nur 50 Liter fasst, hatte ich dann ein Mischungsverhältnis von 16 Liter Benzin zu 34 Liter Diesel.

     

    Wir haben dann sofort so viel von diesem Gemisch wieder abgezogen, leider lies sich nur der halbe Tank abpumpen, sodass immer noch ca. 8 Liter Benzin verblieb, welches wir mit einer weiteren Dieseltankung weiter verdünnten.

     

    Im festen Glauben noch mal mit dem Schrecken davon gekommen zu sein, fuhr ich mein Auto wie gewohnt weiter und tankte zur Sicherheit die nächsten Male schon nach, wenn der Tank nur halb leer war um den Benzinanteil weiter zu verdünnen.

     

    Bei jedem anderen hätte das Universum nun ein Auge zugedrückt und hätte sich gesagt: „Ok, sie hat es noch gemerkt, lassen wir sie davon kommen.“ Aber natürlich nicht bei mir, so fing auf einmal an der Kühler überzukochen. Eine Nachfrage beim freundlichen KFZler aus der Nachbarschaft ergab die Ferndiagnose: „Da hat es wohl die Zylinderkopfdichtung gefetzt, Auto auf jeden Fall stehen lassen.“

     

    Da der Weg quer über die Straße der weiteren Schadensvermeidung zuträglich war, beschloss ich mein Auto dort reparieren zu lassen. Außerdem könnte man mit dem Nachbarn ja reden. Gesagt, getan, der Nachbar kam meiner finanziellen Situation auch entgegen, indem er mir anbot, an meinem Fahrzeug während Leerlaufzeiten zu arbeiten und mir dafür im Preis entgegen zu kommen.

     

    Da das Wetter gut und der Weg zur Arbeit nicht weit war ging ich auf diesen Vorschlag ein, konnte ich doch mit dem Motorrad zur arbeit fahren und ne Woche ohne Auto würde schon rum zu kriegen sein.

     

    Wenige Tage danach kam die erste Hiobsbotschaft: „Der Zylinderkopf hat einen Riss, am besten den Motor austauschen.“

     

    Nachdem ich diese Nachricht verdaut hatte, dachte ich naives Ding doch tatsächlich, dass es das Universum doch einmal gut mit mir meinen könnte, denn ich konnte auf einem Schrottplatz einen passenden Motor relativ günstig finden. Der Motor steckte zu diesem Zeitpunkt sogar noch in seinem Fahrzeug, so dass ich ihn auch laufen lassen konnte, um mich zu überzeugen, das er auch lief.

     

    Das kleine Problem, dass ich den Motor zwar super mit meinem Combo transportieren könnte, wenn der nur liefe, löste mein KFZler für mich, indem er anbot den Motor für mich abzuholen.

     

    Im festen Glauben, dass nun alles gut werden würde, verbrachte ich meine letzte ruhige Nacht.

     

    Der nächste Tag brachte einen Wetterumschwung. Das ist eigentlich nicht schlimm, denn mit einem Regenkombi kommt man mit dem Motorrad trockener an, als mit dem Auto, da man den Helm bis ins Gebäude auf dem Kopf lassen kann. Aber die Reifen von meinem Chopper sind sehr alt. Was bei einem Chopper nicht so tragisch ist, da es sehr selten zu extremen Kurvenlagen mit 200 km/h kommt. Aber die Traktion bei nasser Fahrbahn ist dermaßen schlecht, dass man am besten vergisst, dass das Dingen Bremsen hat.

     

    Also musste ich mich auf das Abenteuer Nahverkehr einlassen. Und ich kann euch sagen, wenn man mit fast vierzig etwas zum ersten Mal tut, fühlt man sich ganz schnell wieder wie ein Kind. Aber da ich schon ein großes Mädchen bin, schaffte ich das auch.

     

    Immer noch in der Hoffnung dass ich am Wochenende zu meinem geplanten Konzert der Smirnoff-Kids fahren zu können, ergab ich mich in mein Schicksal und fuhr tapfer Bus.

     

    Der Tag X rückte immer näher und ich erwartete jeden Tag zu hören dass mein Auto wieder läuft.

     

    Dann kam die nächste Hiobsbotschaft: „Der Motor ist eingebaut, alles umgebaut und wieder angeschlossen, er springt auch sofort an, geht aber auch gleich wieder aus.“

     

    Dieses Verhalten eines Motors kannte ich bereits. Da es zu meinem Auto nur noch einen Schlüssel gab, habe ich mir einen nachmachen lassen um einen Reserveschlüssel zu haben. Und da ist genau das gleiche passiert. Die Erklärung des Schlüsseldienstes lautete ganz einfach, der Wagen hat eine Wegfahrsperre.

     

    Ich lies meinen Nachbarn an meinem Wissen teilhaben, worauf er meinte: „Na toll und wo sitzt das Ding?“

     

    Ich fuhr also in eine Opel-Werkstatt um mir die erforderlichen Angaben zu beschaffen, wobei ich mich schon von meinem Konzert verabschiedete.

     

    Der nette Mensch bei Opel meinte etwas mürrisch: „Da müssen Sie die Motorsteuerung tauschen, die finden Sie oben links im Motorraum.“

     

    Auf meine Frage, ob es nicht doch noch eine andere Möglichkeit gebe, wie zum Beispiel der neuen Wegfahrsperre beizubringen, dass sie mit meinem alten Schlüssel funktioniert, meinte er. Ja das gäbe es, aber dazu müsste die neue Wegfahrsperre in ihrem alten Fahrzeug zunächst dekodiert werden und dann im neuen Fahrzeug neu kodiert werden. Ich traute mich gar nicht erst zu fragen was das kosten würde, zumal dazu der frisch eingebaute Motor wieder umgebaut und ins alte Fahrzeug verbracht werden müsste. Deshalb fragte ich, ob es nicht auch reichen würde, wenn man die Schließanlage des Fahrzeuges umtauschen würde, da ja dann wieder der Zündschlüssel zur Wegfahrsperre passen würde.

     

    Darauf meinte der kompetente Opel-Fachman: „Das könnte funktionieren, weiß ich aber nicht wirklich.“

     

    Ich fuhr also zunächst einmal zum Schrotthändler und fragte den, ob er denn die Schließanlage aus dem Fahrzeug oder gar das ganze Fahrzeug noch hätte. Das Fahrzeug war allerdings bereits in der Presse gelandet, aber er wäre sich ziemlich sicher, dass er die Schließanlage ausgebaut hätte, aber welches das nun wäre, wüsste er auch nicht und deutete auf eine Kiste mit ca. 100 Schließanlagen.

     

    Also gut, dachte ich, dann muss halt die Motorsteuerung getauscht werden. Also zurück zu meinem KFZler. Doch dort angekommen musste ich feststellen, dass sich an der bezeichneten Stelle überhaupt keine Motorsteuerung befindet. Der Nachbar zückte die Digitalcamera und druckte mir eine Aufnahme von meinem neuen, doch leider irgendwie noch nutzlosen Motor aus. Damit bewaffnet fuhr ich zurück zu dem freundlichen Opelhändler, dessen Mine sich bei meinem Anblick keinen Deut aufhellte.

     

    „Gibt es noch etwas,“ brummte er mich anstatt einer Begrüßung zu. „Allerdings!“ Ich knallte ihm das Bild auf den Tresen, „wo ist denn da die Motorsteuerung?“

    Nachdem er das Bild einige Zeit stirnrunzelnd angestarrt hatte, seufzte er tief und meinte schließlich. „Na gut, komme Sie mal mit, wir schauen mal ob ein passendes Kundenauto auf dem Hof steht.“

     

    Und tatsächlich stand da ein Opel Combo Diesel, sogar in der gleichen Farbe. Triumphierend öffnete er die Motorhaube und deutete in den Innenraum, als sich sein Gesichtsfeld ebenfalls dem Motorraum zuwandte lies er den Finger sinken und schaute äußerst ratlos aus der Wäsche. Der eilends aus der Werkstatt hinzugezogene Fachmann erklärte dann, dass der Diesel an dieser Stelle keine Motorsteuerung hätte das wäre nur beim Benziner so. Nach einigem Nachfragen, das mich sehr an Würmer aus der Nase ziehen erinnerte, gab er das alles entscheidende Geheimnis preis. Er erklärte mir wo die Wegfahrsperre zu finden sei, und dass diese mit sogenannten Abreisschrauben befestigt sei und ich einen Satz a 2 Schrauben aus dem Ersatzteilhandel benötigen würde um die alte Wegfahrsperre an den neuen Motor anzubauen.

     

    Zum Glück verfügte dieser Händler auch über einen Ersatzteilhandel und der freundliche Opelhändler führte mich zum entsprechenden Schalter und war auch noch so freundlich seinem Kollegen genau zu sagen, was ich benötige.

     

    Zu meinem Erstaunen stellte sich heraus, dass der größte Opelhändler in der Stadt von diesem Satz genau einen halben vorrätig hatte, sprich es war eine ganze Schraube an Lager, die zweite musste bestellt werden. Als ich die Schraube nebst Rechnung ausgehändigt bekam, staunte ich nicht schlecht. Die Schraube steckte in einem Plastiktütchen mit der Aufschrift: „GM Made in China“ und sollte stolze 25 € das Stück kosten.

     

    Ich konnte mir die folgende Frage nicht verkneifen: „Is dat Dingen aus Platin, oder hat die ein chinesischer Opa in Handarbeit geschnitzt.“

     

    Zähneknirschend bezahlte ich und zog mit meiner Beute von dannen.

     

    Obwohl nun alle technischen Probleme beseitigt waren, stellte sich ein neues Problem. Der frisch eingebaute, angepasste und angeschlossene Motor musste wieder ausgebaut werden, um die Wegfahrsperre zu tauschen.

     

    Das war dann allerdings nur noch eine Frage der Zeit und vor allem der Lohnkosten, mein KFZler konnte mich wenigsten dahingehend trösten, dass er eine Lösung ohne die teure Opelschraube finden würde. Woraufhin ich dem freundlichen Opelhändler einen letzen Besuch abstattete und ihm nun endgültig den Tag versaute, indem ich die Schraube zurückgab und meine Bestellung stornierte.

     

    So langsam dämmert mir, warum Opel vor der Pleite steht. Für mich war das auf jeden Fall definitiv der letzte Opel.

     

    Inzwischen läuft mein Auto wieder. Mein KFZler scheint mehr an einer guten Nachbarschaft, als an Profit interessiert zu sein, da er mir eine sehr faire Rechnung gestellt hat.

     

    Im Groß und Ganzen bin ich nun bereit mich wieder mit dem Universum zu versöhnen. Nun liegt es an ihm.


    Weitere Pleiten, Pech und Pannen:
    Pleiten, Pech und Pannen

  • Bitterfeld: Übernachtung mit Frühstück ( 7.12.2008 veröffentlicht in: on tour )

    Endlich war es wieder soweit, ZOO Army hatte einen Gig und das Frettchen ging wieder on tour. Ein optimales Tourgefährt war bereits angeschafft, ein Opel Combo Kastenwagen, so dass man bequem im Auto übernachten kann. Allerdings war das Konzert in Bitterfeld fast 400 km weit und Ende November und somit bitterkalt. Da aber mit dem Spritgeld der Touretat schon verbraucht war, blieb trotz der Kälte nur die Variante im Auto zu übernachten. Zum Glück hatte mein Mann an dem Fahrzeug eine Außensteckdose angebracht, sodass in mir der Plan reifte, bewaffnet mit einem Heizlüfter den Widrigkeiten zu überstehen. Ich wollte mich auf meinen Charme verlassen, und hoffte darauf, dass ich irgendwo Strom bekommen würde.

     

    Zum Glück musste ich diese Tour nicht alleine unternehmen, sondern wurde von Tina begleitet. Also fuhr ich morgens gegen 8:30 Uhr los um Tina einzusammeln. Gemeinsam ging es dann weiter Richtung Bitterfeld.

     

    Obwohl wir Stunden unterwegs waren, wurde uns die Zeit nicht lang. Wir hatten soviel zu erzählen und zu scherzen, dass wir ganz erstaunt waren als wir Jena passierten.

     

    Ich wollte zwischendurch mal vor Lachen ins Lenkrad beißen, musste dann aber feststellen, dass ich  nicht ans Lenkrad komme. Also muss ich mir in Zukunft wohl das Lenkradbeißen abgewöhnen.

     

    Irgendwie kamen wir auf das Thema, welcher Zeitpunkt wohl der günstigste wäre um Kinder zu bekommen. Tina vertrat den Standpunkt, das früh Kinder bekommen günstiger sein. Ich meinte:“ Ja wenn Du mit 30 bis 35 die Kinder bekommst, bist Du mindestens 10 Jahre gebunden.“ Darauf meinte sie: „Ja und dann bist Du 40 und alt.“ Im ersten Moment wollte ich sie nach Bitterfeld laufen lassen, aber dann entschloss ich mich dazu, diese Aussage als Kompliment zu werten, weil sie ja offensichtlich nicht daran gedacht hat, dass ich 40 bin.

     

    Als wir gegen 16.00 Uhr in Bitterfeld bei dem Gymnasium in dem der Gig steigen sollte ankamen, traute ich meinen Augen nicht. Da standen Men in Black vor der Halle und gaben wohl die Security, auch schien man das örtliche Museum geplündert zu haben, denn da waren diese typischen Museumsabsperrungen, goldene Stangen mit roter Kordel. Ich dachte so bei mir, Naja vielleicht erscheinen ja noch die Rolling Stones als Überrauschungsakt. Wir sind tapfer zu der Security marschiert, um Aufmerksamkeit für unser Stromproblem zu erhalten. Nett waren die Men in Black ja, denn sie holten die Veranstalterin vor die Tür, die sich sofort unseres Problems annahm und uns einen Standplatz auf dem des Nachts abgesperrten Parkplatz zuwies, damit wir nicht geraubt werden. Und sie versprach uns auch uns mit Strom zu versorgen. Sie tippte sofort darauf, dass wir wegen ZOO Army angereist waren. Sie war derart begeistert, dass wir so weit gefahren waren, dass sie uns gleich den Weg zu dem Gasthaus beschreiben wollte in dem die Jungs gerade zu Mittag aßen. Ich fiel ihr sofort ins Wort: „Nicht nötig, wir lassen die Jungs in Ruhe essen, wir sehen sie ja später.“

     

    Nachdem wir das Auto abgestellt, und so umgeräumt hatten, dass wir darin nächtigen konnten, kümmerten wir uns mit dem Hausmeister um die Stromversorgung. Danach enterten wir die „Konzerthalle“, welche sich als Turnhalle entpuppte. Dort spielten gerade die Herren Kantholz, Deutschrock aus Leipzig, danach füllten  noch einige Schülerbands die Lücke bis zum Auftritt von ZOO Army.

     

    Wir trafen vor der Halle auf Heike und noch weiteren 6 Fans aus Berlin, die sich was Tolles haben einfallen lassen. Die sieben Leute trugen den ZOO Army Schriftzug buchstabenweise auf ihrem T-Shirt, sodass sie in Reihe aufgestellt den Bandnamen ergaben.

     

    Leider herrschte in der Halle Rauchverbot, sodass wir ständig zwischen der Halle und draußen pendelten, bis wir auf Jasmin, Sarah und Äntschi trafen, deren Angebot in ihrem Hotelzimmer die Zeit bis zum Auftritt zu überbrücken, wir dankbar annahmen.

     

    Dort verging die Zeit wie im Fluge, wir saßen im Warmen und haben fast nur weggeschmissen vor Lachen, wie zum Beispiel, als ich mich auf den Boden setzen wollte und fragte ob es stört wenn ich an meiner Lederhose den Kopf aufmachte. Aufgrund der folgenden Kommentaren sah ich mich zu folgenden Statement gezwungen: „Das ist eine Motorradhose, die ist nur in dieser Stellung bequem.“ Wobei ich mich so hinstellte, als säße ich auf meinem Motorrad. Darauf meinte Sarah nur: „Diesen Kommentar bitte als Audiospur.“ So ging es ständig weiter, schade dass ich kein Tonband mithatte und aufgrund meiner fortschreitenden Demenz nicht mehr alles zusammen bekomme. Aber solche Sachen kann man auch eigentlich nicht erzählen, da muss man dabei sein. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich die Gelegenheit genutzt habe um den Videomodus bei meiner Cam auszuprobieren und mich das Abschalten der Cam eine besondere Herausforderung war, aber seht einfach selbst.

     

    Und schon ging es zurück zur Halle, natürlich nicht ohne dass wir uns erst einmal gründlich in Bitterfeld verfahren hatten, sodass uns nur noch der endlich von Sarah eingeschalteten Nav retten konnte.

     

    Dort angekommen ging es erst Mal daran, die anderen inzwischen eingetroffenen Fans zu knuddeln. Mic stand dann auch erst einmal ein bisschen ratlos vor mir, hat mich dann später doch noch in den Arm genommen. Da wurde mir erst klar, dass er mich so vollkommen unblond gar nicht erkannt hatte. Ich sag ja immer tarnen und täuschen ist alles.

     

    Nachdem ich mir bei dem vollkommen überforderten Barkeeper einen Sex on the beach geholt hatte, musste ich erst einmal Tina wieder finden. Da hat man einmal Sex on the beach und schon ist die Freundin weg. Fasziniert fand ich die geordneten Schlagen sowohl am Bier- wie auch Cocktail-Stand. Bei dem Tempo, in dem die Leute dort bedient wurden, hätte es bei uns bestimmt ein Knäuel gegeben. Aber im Osten herrscht noch Zucht und Ordnung.

     

    Selbst zwei auf dem Parkplatz abgestellte Bierflaschen standen in Reih und Glied.

     

    Und endlich ging es los. Die Jungs enterten die Bühne und begannen mit Tell me something.

     

    An dieser Stelle erscheint in Kürze ein Link zu einem gesonderten Artikel, mit Bildern und kurzen Videos und einen ausführlichen Bericht über das Konzert. (Wenn ihr den Termin nicht verpassen wollte abonniert einfach den Newsletter, dann erhaltet ihr eine Mail, sobald ich den Artikel einstelle.)

     

    Während Healing nutzte ich die Gelegenheit, (ich steh nicht so auf die langsamen Nummern), auf die Toilette zu gehen und draußen noch eine Zigarette zu rauchen.

     

    Draußen standen ein paar Bitterfelder Jugendliche, darunter einer mit einem imposanten grünen Iro, der Typ war mit Frisur ungefähr 2 Meter groß. Dieser kam auf mich zu und fragte mich: „Gil Ofarim, wer ist das.“ „Das ist der Sänger von ZOO Army einer Münchner Band.“ „Und was machen die für ne Musik.“ „Das was Du gerade hörst.“ „Und was ist das Punk oder Death.“ „Junge wenn Du das für Punk hältst, dann hast Du eindeutig die falsche Frisur.“

     

    Nach dem Konzert, bekamen die ansonsten arbeitslosen Men in Black doch noch Arbeit. Einer stürmte auf Tal zu, der vor der Bühne eine Zigarette rauchte. „Junger Mann, auch die Künstler dürfen in der Halle nicht rauchen.“ Tal nahm es gelassen und warf die Kippe in ein Bier, dass hoffentlich keiner mehr austrinken wollte.

     

    Es folgte der übliche Smal-Talk mit den Jungs und die unvermeidlichen Autogramme und Fotos. Ich habe mich dieses Mal auch mit Dominik fotografieren lassen, da es ja sein letzter Auftritt mit ZOO Army war. Und da ich einen seiner abgebrochenen Sticks gefangen habe, musste er mir diesen natürlich auch noch signieren.

     

     

    Langsam leerte sich die Halle und wir machten uns daran unserer Stromkabel für unsere Heizung anzuschließen. Wir hatten mit der Veranstaltungsleitung ausgemacht, dass wir in der Damentoilette, vor deren Fenster wir das Fahrzeug abgestellt hatten, den Handtrockner rausziehen und unser Kabel einstecken. Als wir dies erledigt hatten und den Heizlüfter schon mal eingeschaltet hatten, wollten wir uns von den restlichen Leuten verabschieden, doch leider fanden wir niemanden mehr. Die einzige die noch dasaß war Rosaria, dich noch auf Gil wartete, die Band war allerdings bereits weg.

     

    Da wir dem Heizlüfter ein bisschen Zeit geben wollten unser Schlafgemach auf eine erträgliche Temperatur zu bringen, holte ich die Proseco Flasche raus und wir gesellten uns zu Rosaria um die Flasche zu köpfen. Und dann geschah die für mich übliche Katastrophe, ohne die ich nicht unterwegs sein konnte. Ich hatte Kunststoff Sektgläser dabei und als ich die Füße an die Gläser stecken wollte, brach ein Fuß auseinander. Das Glas stand aber trotzdem noch. Ich dachte noch so bei mir da bist Du aber glimpflich davon gekommen, dieses Mal.

     

    Als wir die Flasche geleert hatten, begaben wir uns zur Ruhe, das Auto war inzwischen leidlich warm also zogen wir uns um und machten uns bereit in unsere Schlafsäcke zu kriechen. Plötzlich kracht es verdächtig aus dem Heizlüfter, als wir nachsehen, sehen wir das der Ventilator rausgefallen ist, während wir uns die Misere noch ratlos betrachten und uns überlegen ob das Dingen so noch warm macht, fängt das Kunststoffgehäuse auch schon an zu brennen. In einer Mischung von Schock und Lachflash habe ich fast die Tür nicht aufgekommen. Tina rief die ganze Zeit: „Schmeiß das Ding raus.“ Auf dem saukalten Parkplatz hat das Dingen dann ziemlich schnell zu brennen aufgehört. Also hatte ich mich zu früh gefreut, was das Abharken der Katastrophe angeht.

     

    Uns stand nun eine wirklich kalte Nacht bevor. Im Schlafsack ging es zwar, außer das die Füße einfach nicht warm werden wollten. Aber am schlimmsten war dass ich in der Nacht noch mal kurz raus musste, ich dachte echt ich erfriere im Laufen, es war gar nicht so einfach mit gefrorenen Fingern den Schlafsack wieder zu zubekommen.

     

    Entsprechend zerknittert sind wir am Sonntagmorgen aufgewacht, zum Glück war die Halle nicht mehr abgeschlossen so konnten wir dort ins Bad und unser Kabel wieder rausziehen. Dabei trafen wir auf den Hausmeister, der dann meinte: „Mensch Mädels warum habt ihr nicht einfach in der Halle auf ner Matte geschlafen.“ Ich hätte ihn ja am liebsten erwürgt.

     

    Die Heimfahrt hat sich dann doch deutlich länger gezogen als die Hinfahrt, wir waren müde und gerädert und somit nicht mehr ganz lustig und redselig, aber irgendwann war das auch geschafft und ich kam 17:30 Uhr wieder zuhause an.

     

    Da ging es nur noch in die Badewanne und ab ins Bett, zum Glück musste ich am Montag nicht arbeiten.

  • Im Kopf meines Hundes… (18.11.2008 veröffentlicht in: Drüber nachgedacht )
     

    Im Kopf meines Hundes…

     

    … möchte ich manchmal spazieren gehen. Vielleicht würde ich manches dann verstehen.

     

    Genau dieser Blick der so fragend in die Welt schaut wen ich etwas tue was sie offensichtlich nicht versteht, weckt in mir den Wunsch in die Gedankenwelt meines Hundes abzutauchen. Unsere Yuma ist nun etwas über dreieinhalb Jahren bei uns, sie kam mit sechs Monaten zu uns. Immer wenn ich denke nun hab ich verstanden wie sie tickt macht sie wieder etwas, womit ich nicht gerechnet habe.

     

    So ist es mir bis heute ein Rätsel, woher sie weiß wann ich mit ihr Gassi gehen will. Ich gehe immer vorher noch mal zur Toilette. Und normalerweise kommt sie, sobald einer von uns zur Toilette geht an und dreht uns ihr Hinterteil hin. Ganz so als würde sie denken, der einzige Grund, warum wir uns dort hin setzen ist es, ihr das Hinterteil zu kraulen. Habe ich aber vor mit ihr raus zu gehen, interessiert es sie nicht dass ich auf die Toilette gehe, sondern sie fängt sofort an freudig zu jaulen. Woher weiß sie nun, dass es weg geht? Ich habe die Angewohnheit in Jogginghose mit ihr raus zu gehen. Und irgendwie weiß sie dass, denn sobald ich den Entschluss gefasst habe mit ihr weg zu gehen, kontrolliert sie welche Hose ich anhabe. Sie dockt mit ihrer Nase in Kniehöhe an und schnüffelt nach oben mit einem Zug der jeden Kokser neidisch machen würde. Ich habe immer Angst, dass dadurch meine Hosen schneller verschleißen, denn sie scheint nicht nur sämtliche Geruchsmoleküle in sich aufzusaugen, sondern das molekulare Gesamtkonzept des Stoffes durcheinander zu bringen. Komischerweise kontrolliert sie bei meinem Mann nie die Hose, sondern die Schuhe. Obwohl auch er in Jogginghose mit ihr raus geht und auch ich zum Gassi gehen in den Feldern alte Schuhe anziehe. Warum macht sie hier einen Unterschied?

     

    Genauso merkwürdig ist die Angelegenheit mit dem Futter. Ich bin dafür dass der Hund nur einmal am Abend sein Futter bekommt, aber mein Mann vertritt die Auffassung, dass der Hund morgens ein Drittel seiner Ration erhält und abends den Rest. Und irgendwie scheint unsere Yuma auch dies zu wissen. Wir haben ihr beigebracht zur Fütterungszeit ihren Teller zu bringen. Sie bringt diesen Teller zuverlässig abends gegen 20 Uhr, egal wer zu Hause ist. Ihr Frühstück allerdings fordert sie nur ein, wenn mein Mann zu Hause ist. Wenn er Spätschicht hat und deshalb morgens länger schläft, wartet sie bis er aufwacht, dann wird er freudig begrüßt indem er das Gesicht gewaschen bekommt und sofort wenn dies erledigt ist, läuft sie in ihr Zimmer und holt ihren Teller um ihn ihm zu bringen. Ist er allerdings nicht zuhause und ich verbringe den Vormittag mit ihr, will sie kein Frühstück.


  • Missbildung: Baby in China mit 16 Zehen geboren (12.11.2008 veröffentlicht in: Gefunden )
    Der kleine Junge hat 16 Zehen und an den Händen keine Daumen. (Foto: Reuters)

    Foto: Reuters

    Mit einem seltenen Geburtsfehler ist ein Baby in China auf die Welt gekommen: Das Kind hat 16 Zehen, jeder Fuß zählt damit acht Glieder. Ärzte vermuten, dass massive Umweltverschmutzungen für die Missbildung verantwortlich sind. Schon jetzt sterben jedes Jahr Zehntausende Chinesen an den Folgen der Klimaschäden.

    Der kleine Junge hat 16 Zehen und an den Händen keine Daumen. Ansonsten sei das 3,4 Kilogramm schwere Baby gesund. Es habe an jeder Hand auch fünf Finger, allerdings keine Daumen.

    Der Junge soll Anfang November in Leizhou in der chinesischen Provinz Guangdong geboren und inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden sein. Ob das Kind operiert wird und ob es jemals mit den vielen Zehen laufen wird, ist nicht bekannt.

    Die Experten schlagen Alarm: China hat die höchste Luftverschmutzung weltweit. Jedes Jahr sterben 400.000 Chinesen an den Folgen von Smog und Feinstaub. Durch die Umweltverschmutzung käme es immer wieder zu "genetischen Variationen" wie bei dem Neugeborenen.

    Erst vor wenigen Wochen war in China auch ein gigantischer Lebensmittelskandal aufgedeckt worden. Dabei hatten Bauern und Unternehmer über Monate Milchpulver, das unter anderem zur Produktion von Babymilch, Keksen und beliebten Karamellbonbons verwendet wird, mit der giftigen Chemikalie Melamin gepanscht. Mehr als 50.000 Babys mussten wegen Nierenproblemen behandelt werden.

  • Neues von Saha-Hira (16.10.2008 )
    Nach einer längeren Pause ist nun endlich auf www.saha-hira.over-blog.de der Prolog zu meinem Onlinebuch rund um Saha-Hira entstanden. Mit Dick Gentley hat ein neuer Charakter die Bühne betreten, näheres hierzu findet ihr im Goslar auf der Seite.

    Meine Online-Abstinenz ist nun auch beendet und ihr könnt Euch auch hier in Kürze auf neue Geschichten freuen.
  • Die neue Theke ( 7.09.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

     

     

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Leben von irgendeinem durchgeknallten Autor geschrieben wird, der mit Wirrungen und Verstickungen versucht sein Publikum bei der Stange zu halten und wir sind nur die Figuren, die diese absurden Ergüsse mit Leben füllen müssen.

     

    Zumindest beschlich mich bei der folgenden Begebenheit das Gefühl Akteur in einem Stephen King Roman zu sein. Denn genau wie es in seinen Romanen üblich ist, fing alles ganz harmlos, ja sogar richtig idyllisch und lebensbejahend an um dann ganz allmählich im absoluten Chaos bis hin zum blanken Horror zu versinken. Naja vielleicht habe ich auch einfach nur die untrüglichen Anzeichen des nahen Chaos übersehen.

     

    Aber ich will von vorne beginnen, dazu muss ich allerdings ein bisschen ausholen:

     

    Mein Mann und ich betreiben gemeinsam mit einem Angestellten einen Copy-Shop. Betritt man den Laden befand sich links von der Tür der Kassendresen, rechts von der Tür war ein kleiner Schreibtisch mit einem PC an dem sich die Kunden ihre Dateien selbst ausdrucken konnten. Weiter rechts war ein ehemaliger kleiner Laden, der durch einen Mauerdurchbruch an den großen Laden angeschlossen war, diesen nutzen wir für unsere Großformatkopien, d.h. darin standen ein Großformatplotter, ein Großformatscanner, ein riesiger Planschrank und eine elektrische Schneidemaschine, natürlich auch für Großformat und somit knapp 2 Meter lang. Am anderen Ende des Ladens befand sich ein zweiter Dresen an dem wir früher die Post für einen privaten Briefdienst angenommen haben. Zu dieser Zeit war unser Geschäft grundsätzlich mit 2 Mann besetzt. Und da ich immer den Briefdienstdresen betreute befand sich dort auch mein Arbeitsplatz für die Buchhaltung. In dem hier anschließenden Nebenraum hatten wir alle Maschinen für die Weiterverarbeitung (Binden, Lochen, Heften usw.) untergebracht. So war der Laden in zwei klare Bereiche unterteilt. Der Mitarbeiter am hinteren Dresen nahm die Post entgegen, kümmerte sich um die Weiterverarbeitung und unterstützte den anderen Mitarbeiter bei Bedarf in der Betreuung der Kunden. Und wenn ich Dienst hatte erledigte ich nebenbei noch die Buchhaltung.

     

    Seit geraumer Zeit haben wir die Postannahmestelle nicht mehr und der Laden ist deshalb größtenteils nur mit einem Mann besetzt. Was vor allem für mich mit jede Menge Lauferei verbunden war, da ich ja immer wenn die Kundschaft mich nicht brauchte am hinteren Dresen saß und die Buchhaltung erledigte, kam es nicht selten vor, dass ich um 1 Kopie zu 5 ct zu kassieren, quer durch den ganzen Laden laufen musste. Was natürlich auch dazu führte, dass ich oft nicht dazu kam meine Büroarbeiten zu erledigen. Deshalb hatte ich die Idee, das Großformat in den kleinen Nebenraum zu verlegen und die Weiterverarbeitung nach vorne in den kleinen Laden zu packen und dann die beiden Dresen auf die rechte Seite zu tauschen, so dass nur noch ein Arbeitsplatz vorhanden wäre, an dem man durch die Weiterverarbeitung direkt dahinter auch während des Kundenbetriebs z.B. Bindearbeiten erledigen könnte. Mein Mann war sehr lange dagegen, da die beiden Dresen sehr unterschiedliches Design hatten, sähe das ganze doch sehr zusammengestückelt aus, außerdem müssten nicht nur die schweren Maschinen bewegt werden, sondern auch jede Menge Kabel neu verlegt werden. An der Kasse steht ein Zählerkasten in dem von jedem Kopierer ein Kabel ankommt um die Kopien zu zählen, usw.

     

    Doch dann lächelte uns das Glück an, in unserer Stadt machte ein großes Geschäft Ausverkauf, weil es schließen wollte und wir konnten dort recht günstig zwei halbrunde Theken erwerben. Nun konnte ich meinen Mann überzeugen den Umbau vor zu nehmen, da mein Vorhaben mit diesen beiden Theken richtig gut aussehen würde.

     

    Eigentlich hätte ich schon stutzig werden sollen, als sich der Termin an dem wir die Theken abholen konnten immer weiter nach hinten schob. Aber ich war wie immer völlig unbedarft und glaubte daran dass alles gut werden würde.

     

    Am 30. August war es schließlich soweit, wir konnten die Theken abholen, der Hänger war reserviert, Hilfskräfte waren bestellt, um 13.30 Uhr sollte es losgehen.

     

    Um 11.00 Uhr klingelte das Telefon, unser Mitarbeiter rief an, um uns mitzuteilen, dass einer der Hilfskräfte angerufen hatte, er würde es nicht zu dem vereinbarten Zeitpunkt schaffen. Leider ging er nicht an sein Handy, so dass ich ihm nur einen Nachricht auf der Mailbox hinterlassen konnte, dass er auf jeden Fall noch kommen solle. Da wir ja zwei Hilfskräfte angefordert hatten und auch unser Mitarbeiter recht kräftig ist, machten wir uns trotzdem auf den Weg.

     

    Als wir im Laden ankamen war von der zweiten Hilfskraft nichts zu sehen. In der Hoffnung, dass doch noch jemand auftaucht, begann ich gemeinsam mit unserem Mitarbeiter damit den Inhalt der beiden Räume miteinander zu tauschen. Mein Mann konnte uns leider nicht helfen, da er sich um die Kunden kümmern musste und außerdem aufgrund eines schweren Bandscheibenvorfalls nichts heben kann.

     

    Mein Mitarbeiter teilte mir auch gleich mit, dass er nur begrenzt Zeit hätte, da er einen Termin beim Konditor hatte um die Torte für seine bevorstehende Hochzeit auszusuchen.  Und solche Termine lassen sich bekanntlich nicht so kurzfristig verlegen, wie wir den Abholtermin mitgeteilt bekommen hatten.

     

    Zum Glück gelang es mir durch management by around the corner (wer ums Eck kommt wird verpflichtet) einen Nachbarn zu Mithilfe zu bewegen. Da dieser auch nur begrenzt Zeit hatte, ließen wir vom Umräumen ab und fuhren los um zumindest schon mal die erste Hälfte der Theke zu holen. Diese sollte ausgeräumt bereit stehen. Als wir ankamen war nur eine der beiden Hälften ausgeräumt, was nicht weiter schlimm wäre, aber ausgerechnet diese Hälfte widerstand dem Abtransport. Wir mussten feststellen, dass durch ein Loch in der Tischplatte ein Rohr von der Decke bis fast an den Fußboden ragte, so dass wir die Theke komplett demontieren mussten, denn in dem Rohr steckten leider stromführende Kabel von denen keiner wusste, welche Sicherung die Leitung tot gelegt hätte, sodass sich der Einsatz einer Flex verbot.

     

    Dadurch kamen wir natürlich mit unserem eh schon sehr engen Zeitplan arg in Bedrängnis. Aber schließlich hatten wir die Theke aufgeladen und wohlbehalten zu unserem Geschäft gefahren. Unser Mitarbeiter hatte leider nun keine Zeit mehr beim Abladen zu helfen. Da der Nachbar eh schon zu spät zu seinem Termin kam, half er uns noch dieses Teil abzuladen.

     

    Aber schon kristallisierte sich ein neues Problem heraus. Wir mussten die zweite Theke bis spätestens 19.00 Uhr abholen. Wir hatten keinerlei Hilfe mehr und mein Mann darf nichts Schweres heben. Außerdem musste man durch die gebogene Form der Theke mindestens zu Dritt sein, da die Rundung extra abgestützt werden musste. Von unserer Hilfskraft war immer noch nicht zu sehen und am Handy ging immer noch nur die Mailbox dran.

     

    Schließlich gelang es uns in der benachbarten Kneipe zwei Leute aufzutreiben, die sich bereit erklärten zu helfen. Als wir endlich das zweite Teil der Theke im Laden hatten, beschlossen wir am Sonntag weiter zu machen. Da der nette Nachbar signalisiert hatte, er könne da wieder helfen und wir hofften die Hilfskraft doch noch zu erreichen, außerdem setzte ich auf die Mithilfe unseres Mitarbeiters.

     

    Am Sonntagmorgen rief ich den Nachbar an und erfuhr, dass er zwar noch einen Termin wahrnehmen müsse, aber danach zu uns stoßen würde. Die Hilfskraft und auch unseren Mitarbeiter konnte ich nicht erreichen. Also fuhren wir um 12.00 Uhr ins Geschäft um mit dem Aufbau und dem Umräumen weiter zu machen. Nach kurzer Zeit war ich allein im Laden, da mein Mann einen Kreislaufzusammenbruch erlitt und deshalb wieder nach Hause fuhr. Also räumte ich alles was ich alleine bewältigen konnte um und auf. Stieß aber bald an meine Grenzen da ich viele große Teile nicht bewegen konnte, diese aber zuerst bewegt werden mussten, bevor ich weiter machen konnte. So nahm ich mich des ebenfalls die Seiten gewechselten Kunden-PCs an. Dazu musste ich das Netzwerkkabel aus dem Kabelkanal quer durch den Laden, einmal durch den Nebenraum und wieder durch den Laden fummeln. (Was hatte sich unser Techniker eigentlich dabei gedacht, als er das verlegt hatte). Unser Vermieter hatte vor einem Jahr durch unseren Laden neue Steigstränge ziehen lassen, da die Wohnungen über uns endlich eine zentrale Gasheizung bekommen hatten, dabei haben die Handwerker die Steigstränge teilweise über unseren Kabelkanal gelegt. Ich stand gerade auf der Leiter und versuchte das verflixte Kabel laut vor mich hinmotzend hinter einem der Stränge durchzufummeln als unser Nachbar von mir unbemerkt durch die offene Hintertür in den Laden gekommen war. Ich fiel vor Schreck fast von der Leiter als ich ihn bemerkte.

     

    Dank seiner Hilfe kamen wir dann ein großes Stück weiter. Da wir alle großen Teile an ihren Bestimmungsort verbringen konnten. Er bot mir dann auch noch an, mir beim Umräumen und Saubermachen zu helfen, er bot mir sogar an seine Freundin anzurufen, damit sie auch mithälfe. Allerdings musste ich dieses wirklich liebe Angebot ablehnen, da alle Dinge nun erst einmal einen neuen Bestimmungsort bekommen mussten und es somit nicht möglich war, jemanden der sich im Laden nicht auskannte dafür einzuspannen.

     

    So machte ich mich daran die 35.479 Einzelstücke, es können auch 35.478 gewesen sein, so genau hatte ich das nicht gezählt, an ihren neuen Bestimmungsort zu bringen. Im Laden sah es aus als wäre die russische Armee durchgezogen. Aber was sollte es ich hatte ja noch 15 Stunden bis wir Montagmorgen wieder aufmachen mussten. Also machte ich mich mutterseelenallein daran diese Aufgabe zu bewältigen. Holte mir zahlreiche blaue Flecken und wurde immer mutloser und auch kraftloser. Als ich den Monitor (einen alten und somit schweren 19“ Oschi) auf seinen Platz stellen wollte, stellte ich fest, dass ich entweder zu kurz für diese Aufgabe, der Standort zu hoch für mich oder ich einfach nur zu kraftlos geworden war um ihn an seinen Platz zu stellen. Also bediente ich mich eines Rolltritts (so ein kleines zweistufiges rundes Teil, welches die Rollen versenkt, sobald man sich drauf stellt.) und hätte beim ersten Versuch fast das Gleichgewicht verloren und wäre mit dem Monitor im Arm abgestürzt.

     

    Gegen 20.00 Uhr rief endlich mein Mitarbeiter an, um mir mitzuteilen, dass er den ganzen Tag unterwegs war und das Handy zu Hause gelassen hatte. Irgendwo klingelte es auch bei mir, dass er mit gesagt hatte, dass er den ganzen Tag unterwegs sei, doch dies hatte ich erfolgreich verdrängt. Ich sagte ihm dass es super wäre wenn er mir helfen könne, es allerdings nicht unbedingt notwendig sei, da die großen Teile schon bewegt wären und ich ja immerhin noch 13 Stunden Zeit hätte bis er den Laden aufmachen müsse. Er versprach mir Montagmorgen etwas früher zu kommen, sodass ich noch etwas liegen lassen könne, er würde dann schon dafür sorgen, dass der Laden präsentabel wäre.

     

    Gegen 22.00 Uhr rief mein Mann an und sagte ihm ginge es besser, ich könne ihm abholen, damit er mir helfen könne. Da bemerkte ich dass ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte und sagte ihm, er solle mir was zu essen machen, ich käme nach Hause und würde erst mal eine Pause machen.

     

    Nach dem Essen überredete mein Mann mich, dass wir uns bis 4.00 Uhr hinlegen sollten, und dann gemeinsam in den Laden fahren sollten um Klarschiff zu machen.

     

    Um 4.00 Uhr bekam ich meinen Mann nicht wach und fuhr schließlich alleine in den Laden und räumte weiter auf. Schließlich war ich soweit, dass ich wieder Hilfe brauchen konnte um noch die letzten Regale an die richtige Stelle zu bringen, damit sie eingeräumt werden konnten. Da unser Mitarbeiter immer noch nicht aufgetaucht war, rückte ich mit letzter Kraft alles was ich irgendwie allein bewegen konnte an die richtigen Stellen. Mein Mitarbeiter tauchte schließlich 5 Minuten vor Öffnung auf. "Wenn das früher ist, will ich gar nicht wissen, wann er kommt, wenn er pünktlich kommt." schoß es mir durch den Kopf. Es passte wirklich ausgezeichnet zu dem Pannentag, dass ein ansonsten immer pünktlicher Mitarbeiter, aus gerechnet an diesem Tag den Wecker überhörte.  

     

    Wir räumten noch bis 12.00 Uhr weiter, dann fuhr ich endlich nach Hause, fiel in mein Bett und schlief sofort ein.

     

    Am Freitag darauf kam unser Techniker um den Zählerkasten an die neue Theke zu versetzen. Wir fingen Mittags um 14.00 Uhr mit den Vorarbeiten an, da ich den Laden bis 19.00 Uhr geöffnet hatten, konnten wir die Zähler erst danach abklemmen und neu anschließen, womit wir bis 2.00 Uhr morgens beschäftigt waren. Nun sind auch endlich die Zähler an ihrem Platz und die alte Theke kann endlich raus, was wohl die nächste Aktion gibt, denn dann erst können der Kunden-PC und ein Teil der Kopierer an ihren finalen Platz.

     

    So langsam überlege ich mir, ob ich nicht doch lieber weiterhin zwischen den beiden Dresen hin und her gelaufen wäre.


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  • Saha-Hiras großer Tag (20.08.2008 veröffentlicht in: Saha-Hira )

    Endlich war es soweit, heute sollte Saha-Hira zum ersten Mal das Dorf verlassen. Sie würde das erste Mal durch das große Tor hinaus in den Dschungel gehen. Sie war nun 7 ½ Zeugungszyklen alt, und würde gemeinsam mit Ra-Hiro für einen ½ Zeugungszyklus eine erfahrene Früchtesammlerin und ihren Beschützer begleiten.

     

    Sie war lange vor dem Gong wach, da sie die Aufregung nicht mehr schlafen lies. Ra-Hiro hingegen schnarchte auf seinem Lager, ihm schien es überhaupt nichts auszumachen.

     

    Unruhig wälzte sie sich auf ihrem Lager, wie würde es draußen im Dschungel sein?

     

    Sie kannte ja nur das streng regulierte Leben im Dorf, in dem alles nach festgeschriebenen Riten geschah. Das würde im Dschungel ganz anders werden. Dort war sie auf sich selbst gestellt, mal abgesehen davon, dass sie zunächst die beiden erwachsenen Aufpasser mit sich rumschleppen musste.

     

    Aber auch so würde es einfach phantastisch werden, sie würde endlich einmal etwas anders sehen. Vielleicht würden ihnen auch Tiere begegnen. Wobei die meisten Tiere während der blauen Phase schliefen. Die meisten, vor allem die gefährlichen Tiere, waren während der gelben Phase aktiv, weswegen sie sie wohl niemals zu Gesicht bekam, denn es war ihr strikt untersagt, während der gelben Phase ihre Unterkunft zu verlassen.

     

    Das war auch so ein Ding über dass sie sich Gedanken machte: die gelbe Phase.

     

    Das war die Zeit in der das ganze Dorf den Atem anzuhalten schien. Niemand, noch nicht einmal die Ehrwürdige Mutter verließ während dieser Zeit die Unterkunft. Das gelbe Auge der Göttin, das während dieser Zeit über das Dorf wachte war angeblich zu streng und würde sie unerbittlich strafen, wenn sie sich während dieser Zeit außerhalb ihrer Unterkunft aufhalten würde.

     

    Nur die Rog waren während dieser Zeit aktiv. Sie mussten das Dorf gegen die gefährlichen Tiere verteidigen, die angeblich so groß waren, dass sie noch nicht einmal die hohe Mauer am Betreten des Dorfes hintern konnte. Viele Rog ließen ihr Leben dabei.

     

    Das war die andere Sache die ihr ständig durch den Kopf ging. Die Rog, sie begegnete ihnen während der grünen Phase, wenn das Dorf erwachte und die Rog sich zur Ruhe begaben. Sie waren ihr unheimlich. Ihr Pelz war gelb, so markiert die Göttin die Krieger, deren einzige Lebensaufgabe es war, das Dorf zu beschützen. Die ersten 6 Zeugungszyklen trainierten sie gemeinsam mit dem Hiro, wobei sie denen in Größe und Kraft weit überlegen waren. Ihr Pelz war zu dieser Zeit noch blau. Nach dieser Zeit wechselten sie in die gelbe Phase und nach ein bis max. 2 Zeugungszyklen färbte ihr Pelz sich gelb. Es gab ungefähr doppelt so viele Rog wie die übrigen Einwohner zusammen genommen. Allerdings schlüpften ca. 5-mal so viele Jungen wie Mädchen. Jedes Mädchen bekommt direkt nach dem Schlupf durch das Orakel einen Jungen als Lebenspartner zugeteilt, während die restlichen Jungen zu Rog ausgebildet werden. Da sich die Ernährung der Rog deutlich von der der anderen Bewohner unterschied wurden sie größer und kräftiger.

     

    Über all diese Grübelei verging die Zeit wie im Flug und endlich erklang der Gong. Sie sprang vom Lager, stieß die Läden auf um zu lüften. Nachdem sie ihr Lager aufgeschüttelt hatte, wälzte sie wie jeden Morgen, Ra-Hiro von dem seinigem um auch dieses auf zu schütteln. Dann begaben sich beide nach draußen um an dem gemeinsamen Frühstück teil zu nehmen.

     

    Nach dem Frühstück, erschien die Ehrwürdige Mutter und teilte die Nachwuchshira ihren Begleitern zu. Saha-Hira und Ra-Hiro wurden Pada-Hira und Ju-Hiro zugeteilt. Die beiden waren bereits 40 Zeugungszyklen alt, sie würden also nicht mehr lange ihrer Tätigkeit nachgehen.

     

    Endlich war es soweit, das große Tor öffnete sich knarrend und Saha-Hira betrat das erste Mal in ihrem Leben eine für sie vollkommen fremdartige Welt. Mit großen Augen versuchte sie alle Eindrücke, die auf sie einstürmten aufzunehmen.

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    Auf http://saha-hira.over-blog.de entsteht zur Zeit ein Online-Buch über die erwachsene Saha-Hira und ihre Abenteuer auf der Suche nach Los Angeles, erfahrt warum sie unbedingt dort hin muss.

  • Saha-Hira, Früchtesammlerin (17.08.2008 veröffentlicht in: Saha-Hira )

    Saha-Hira lag zusammengerollt auf ihrem Lager und wartet auf den Gong der den Begin der blauen Phase einleitete. Sie war nun 5 Zeugungszyklen alt. Auf dem zweiten Lager in ihrem Schlafraum lag Ra-Hiro. Er war gleich alt und war ihr am Tag ihres Schlupfes vom Orakel als Lebenspartner zugeteilt worden.

     

    Endlich erklang der Gong, sie sprang von ihrem Lager auf und stieß die Läden vor den Fenstern auf, das milde grüne Licht, dass in der kurzen Phase zwischen der gelben und der blauen Phase herrschte, flutete in das kleine Zimmer. Sie schüttelte die Lager auf, wobei sie Ra-Hiro von seinem Lager rollen musste, da er wie immer den Gong überhört hatte und sich auf diese Weise wecken lies. Brummend erhob er sich und half ihr dabei den Schlafraum herzurichten. Denn zum Ende der grünen Phase würden zwei der gelbaktiven Rog ihren Schlafplatz übernehmen.

     

    Während der grünen Phase änderte das Dorf sein Gesicht, die gelbaktiven Rog verließen ihre Wachposten auf den hohen Mauern, die das Dorf umschlossen und begaben sich zur Ruhe. Während die blauaktiven Bewohner das Dorf übernahmen. Die ausgewachsenen Hira verließen als einzige in Begleitung ihrer Hiro das Dorf um den Tag mit dem Sammeln von Früchten im dichten Dschungel zu verbringen.

     

    Saha-Hira hatte wie jeden Tag Unterricht. Während Dede-Hira, die nach dem Tod ihres Hiro, nicht mehr in Dschungel konnte und deshalb die Aufgabe der Lehrerin übernommen hatte, unermüdlich den Nachwuchs-Hira, die essbaren Früchte erklärte, träumte Saha-Hira vor sich hin. „Wie es wohl sein würde, das Dorf zu verlassen und in den unbekannten Dschungel vorzudringen.“

     

    Zischend schlug der Zeigestock von Dede-Hira auf Saha-Hiras Pult. „Du weißt wohl schon alles, oder warum hörst Du nicht zu.“ zeterte sie. „Da vorne liegen 250 verschiedene Früchte und gerade mal 28 davon sind für uns essbar.“ Sie deutete mit ihrem Zeigestock auf eine lange Tafel die mit Früchten überhäuft war. „Wie ihr wisst, reicht es nicht aus, wenn ihr keine der Ungenießbaren mit bringt, sondern es ist unumgänglich dass ihr jeden Tag alle 28 Arten findet, denn wenn nur eine dieser Früchte in unserer Ernährung fehlt, werden wir krank. Also Saha-Hira, da Du ja anscheinend alle genau weißt, dann zeig uns doch mal, welche dieser Früchte Du einsammeln würdest.“

     

    Sara-Hira schnappte sich einen Korb und schritt an der Tafel entlang, flink sammelte sie exakt 28 Früchte ein. Das Knifflige an der Aufgabe war der Umstand, dass die essbaren Früchte sehr große Ähnlichkeit mit ausgerechnet den Giftigsten hatten. Herausfordernd hielt sie ihrer Ausbilderin den Korb unter die Nase.

     

    Dede-Hira war ehrlich erstaunt, es befand sich nicht eine falsche Frucht in dem Korb, verärgert versuchte sie Saha-Hira dennoch aufs Glatteis zu führen: „Aha,“ sagte sie streng, „und die würdest Du alle bedenkenlos essen?“

     

    Saha-Hira lies sich nicht aus der Fassung bringen. „Nicht bevor die Coka sie fachgerecht zubereitet haben.“ Sie hielt eine große gelbe Frucht in die Höhe. „Warum müssen wir diese Frucht eigentlich sammeln, ich habe die noch nie gegessen?“

     

    „Diese Frucht ist ausschließlich den Rog vorbehalten, ihr alle wisst, dass die gelbaktiven Rog wesentlich kürzer leben wie die blauaktiven Einwohner. Das liegt einmal daran dass das gelbe Auge der Göttin strenger ist als ihr blaues Auge und zum anderen daran, dass unsere Feinde während der gelben Phase immer wieder versuchen unser Dorf zu überfallen und einige dabei sterben, wenn sie uns verteidigen. Diese Frucht lässt sie größer und stärker werden und auch schneller heranwachsen, außerdem sorgt sie dafür, dass die Rog vom Paarungstrieb verschont bleiben.“

     

    Die Ehrwürdige Mutter verfolgte erheitert den Disput zwischen Saha-Hira und ihrer Ausbilderin über ihren magischen Spiegel, der ihr wenn sie die entsprechenden Köpfe drückte den gewünschten Ausschnitt des Dorfes zeigte und auch alle Geräusche in ihr Gemach übertrug.

     

    Kurz überlegte sie zum wiederholten Male, ob das Orakel sich nicht doch getäuscht hatte, als es dieses Mädchen zur Früchtesammlerin bestimmt und nicht zu ihrer Nachfolgerin. Sofort fiel sie auf die Knie und bat die Göttin um Vergebung, natürlich fehlte das Orakel nicht, denn es verkündet die Weisheit Ischtars, der Leben spendenden und Leben nehmenden Göttin.

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  • Wie groß ist eigentlich Flensburg? (16.08.2008 veröffentlicht in: Drüber nachgedacht )

     

     Ich war bis vor kurzen aus verschiedenen hauptsächlich finanziellen Gründen dazu gezwungen mit einem Fahrzeug zu fahren, bei welchem der TÜV bereits mehrere Wochen abgelaufen war.

     

    Nachdem sich bei meinem Ersatzfahrzeug unerwartete Widerstände bei der Zulassung ergeben haben, musste ich das alte Fahrzeug nochmals bewegen.

     

    Ich meinte zu meinem Mann: „Bei meinem Glück werde ich bei dieser letzten Fahrt von der Polizei erwischt und kassiere einen Punkt in Flensburg.“

     

    Worauf meine Mann erwiderte: „Ja und, den Punkt bekomme doch ich, und ich hab z. Z. eh keinen Führerschein.“

     

    Da spielte sich vor meinem geistigen Auge eine absurde Szene ab:

     

    Ich sah wie der Punkt (welcher rot ist und einen Durchmesser von ca. 10 cm hat) in Flensburg ankommt und von einem Mitarbeiter in einem grauen Kittel entgegen genommen wird. Der Mitarbeiter schlurft einen langen Gang entlang und zieht schließlich eine Schublade, die mit dem Namen meines Mannes beschrift ist, auf um den Punkt dort hinein zu legen. Verwundert schüttelt er den Kopf, schaut den Punkt prüfend an und fragt ihn: „Ei, wo kommst Du denn her, hier liegt doch der Führerschein?“

     

    Und jetzt stellt Euch einmal vor wie groß Flensburg sein muss, wenn sich dort für jeden Bürger eine Schublade in der Größe eines Schuhkartons befindet.

    Darüber habe ich noch nachgedacht:  

    Gedankensplitter
    Murphy's Law und seine Tücken
    Big Brother im Supermarkt?

  • Magical Songs (14.08.2008 veröffentlicht in: Märchen )

    für

    meinen besonderen Freund

    Donki Stone

     

    Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit ein junger Mann, der eines Morgens erwachte und nicht recht wusste, ob die Erlebnisse der vergangen Nacht Wirklichkeit oder Traum waren.

     

    Aber schauen wir doch einfach mal selbst bei ihm vorbei:

     

    Dominik rieb sich die Augen, „hab ich das alles nur geträumt?“

    Nachdenklich schlug er die Bettdecke zurück und blickte erstaunt auf den Sand in seinem Bett.

     

    Sofort rief er seinen Freund Dirk an und bat ihn dringend vorbei zu kommen, da er gerade dabei wäre seinen Verstand zu verlieren.

     

    Als Dirk eintraf wusste er immer noch nicht was er von dem Erlebten halten solle. „Gestern Nacht war Jim bei mir, Jim Morrison.“ „Klar Alter, was hast Du denn genommen.“ „Ja, dann schau doch mal in meinem Bett nach.“ Lachend ging Dirk zum Bett: „Wieso liegt er da noch drin? Hey, warum hast Du denn Sand im Bett?“

     

    „Das will ich Dir doch die ganze Zeit erzählen. Also pass auf. Gestern Nacht war auf einmal Jim in meinem Zimmer und dann ganz plötzlich waren wir in der Wüste, der Indianer war auch da und meine Gitarre.“

     

    „Was für ein Indianer denn, und was sollte denn Deine Gitarre dort? Bist Du sicher, dass ich keinen Arzt rufen soll?“

     

    „Ach, ist doch egal, hör zu. Wir waren in der Wüste, Jim nahm meine Gitarre und sah mich ernst an, dann sagte er zu mir: Hey Liedermacher, ich will Dir eine Gabe verliehen. Vom heutigen Tage an wird jeder Song den Du selbst geschrieben hast und auf dieser Gitarre spielst, die Macht haben das Schicksal der Menschen zu verändern. Aber stell es Dir nicht zu leicht vor. Und denke immer an die Verantwortung die Du damit hast. Also ziehe hinaus in die Welt und schreibe fröhliche Songs und mach die Welt damit besser.

    Und dann bin ich hier in meinem Bett wieder aufgewacht.“

     

    Nachdem Dirk sich davon überzeugt hatte, dass sich der Geisteszustand seines Freundes durchaus im normalen Bereich bewegte, begannen die beiden, das Geschehnis zumindest als möglich einzustufen.

     

    Dominik beschloss seine Gabe zu testen. Er kannte einen Obdachlosen der jeden Tag an derselben Ecke in der Fußgängerzone saß. Also setze er sich hin und schrieb einen Song, der von zweiten Chancen erzählte und dass man diese beim Schopfe packen müsse. Dazu komponierte er eine rockige Melodie, die sich nach Aufbruch anhörte.

     

    Bewaffnet mit seiner Gitarre und dem neuen Song ging er in die Fußgängerzone und stellte sich in der Nähe des Obdachlosen auf, dieser saß auf einer schmutzigen Decke einen alten abgewetzten Filzhut vor sich. Er war ca. 45 Jahre alt, hatte einen verwahrlosten Bart und ungepflegte Haare, sein Blick war desillusioniert.

     

    Kaum war der letzte Akkord von Dominiks Song verklungen, als ein Lieferwagen vorbeifuhr. Von der Ladefläche fiel ein Altkleidersack. Der Sack rollte dem Obdachlosen vor die Füße, platzte auf und ein sehr gut erhaltener Anzug quoll daraus hervor.

    Gleichzeitig kam eine dicke Frau in einem Bonbonfarbenen Kleid und einem viel zu großem Hut mit ihrem Mops an der Leine um die Ecke, sie warf einen 20 Euroschein in den alten Filzhut. Der Mops schnappte noch nach dem Fuß des Mannes, bevor er von seinem Frauchen weiter gezogen wurde. Beide verschwanden ohne einen weiteren Blick auf den Obdachlosen um die nächste Ecke.

     

    Der Obdachlose blickte sprachlos auf den Anzug und das Geld, schnappte sich beides, rappelte sich auf und ging in ein Wellness-Studio gegenüber. Legte die 20 Euro auf den Dresen und fragte, ob er sich dafür wohl frisch machen und rasieren könne. Die Besitzerin des Studios spendierte ihm eine Dusche, einen Haarschnitt und eine Rasur, rührte den Geldschein jedoch nicht an.

     

    Nachdem der Mann das Studio verlassen hatte, ging er festen Schrittes die Straße hinunter, Dominik folgte ihm neugierig. Der Obdachlose betrat ein Lokal und sprach mit dem Geschäftsleiter, als er es freudestrahlend wieder verlies, sprach Dominik ihn an. Auf seine Frage, warum er so strahle, entgegnete der Mann: „Junger Freund, mir ist heute etwas ganz Wunderbares passiert. Ich hatte mich selbst schon aufgegeben, als ich dann den Geldschein und den Anzug fand, durchfuhr mich ein Schauer und mir wurde schlagartig klar, dass sich mir hier eine Chance, vermutlich meine letzte, bot und ich griff mit beiden Händen zu. Hier in diesem Lokal fange ich morgen als Oberkellner an und die Personalwohnung kann ich noch heute Abend beziehen. Ich fang noch mal ganz von vorne an und nehme mein Leben wieder in meine eigenen Hände.“

     

    Beflügelt von seinem unerwarteten Erfolg, setze Dominik sich hin und schrieb einen Song. Es sollte der Song aller Songs werden. Er sollte den Menschen erzählen, wie man diesen Planeten in ein Paradies verwandeln könne, indem man auf die Natur hörte sich gegenseitig respektierte und einander half. Es wurde ein bombastischer Song, einer Oper gleich mit souligem Sound. Aber egal wie oft er ihn spielte, er veränderte nichts. Da fielen ihm Jims Worte wieder ein. „Aber stell es Dich nicht zu einfach vor.“ Ihm wurde klar, dass er es sich wirklich zu einfach gemacht hatte, er konnte die Welt nicht mit einem einzgen Song perfekt machen. Also hängte er sich seine Gitarre um und zog hinaus in die Welt auf der Suche nach Menschen, deren Schicksal er mit einem Song ändern konnte.

     

    Und wenn er nicht gestorben ist, dann zieht er noch heute durch die Lande und macht die Welt Stück für Stück ein kleines bisschen besser.

     

    Wenn es Dir einmal schlecht geht, dann halte nach ihm Ausschau. Vielleicht erklingt ja eine Melodie, die Dich wieder glücklich macht.

     

  • Warum eigentlich Frettchen? (12.08.2008 veröffentlicht in: Über mich )

    Da ich schon mehrfach gefragt wurde, wie ich den zu meinem Alias gekommen wäre, will ich das heute einmal abschließend erläutern.

     

    Damals, als chatten noch tickern hieß, als man sich noch mittels BTX oder Datev-J online begeben hatten, als man sich noch nicht hemmungslos durchs Word Wide Web geklickt hatte, sondern entweder den Namen oder die BTX-Nr. der Seite wissen musste, als Bildschirme noch keine bewegte Grafiken hatten, sondern monochrom hellgrün in dunkelgrün oder hellgrau in dunkelgrau vor sich hinflimmerten, als der Zugang zum Internet zu den ohnehin schon teueren Telefongebühren + Onlinegebühren noch mal 10 Pfennige die Minute extra gekostet hatte. Damals betrat ich meinen ersten Chatroom, der natürlich noch nicht Chatroom hieß. Was wir heute Chat nennen, hieß Online-Konferenz. Üblicherweise trat man mittels Persönlicher Nachricht in Kontakt zueinander. Das heißt man erhielt einen Nachricht auf den Bildschirm, die man beantworten konnte, wurde diese weggeschickt erschien eine neue Nachricht von einem anderen Teilnehmer auf dem Bildschirm usw. Ich fand das gar nicht so unpraktisch, konnte man sich doch so auf den jeweiligen Gesprächspartner konzentrieren und lief nicht Gefahr, während man eine Antwort formulierte, einen Teil des Gespräches zu verpassen, weil es unbemerkt über den Bildschirm flackerte. Allerdings war es auch sehr mühevoll, wenn man mit Leuten die sich untereinander kannten „tickerte“, da man unter umständen alles ein paar Mal getippt hatte.

     

    Aber ich schweife ab, also damals als ich meinen ersten Chatroom betrat (*Tschiff#, war die Adresse), fragte mich das Dingen nach einen Pseudonym und als ich noch vor mich hingrübelte, flitze Randy einer meiner Frettchendamen über die Tastatur. Also entschloss ich mich zu diesem Namen und bin ihm bis heute treu geblieben.

     

    Nur war es damals viel einfacher, weil auch die Frettchenhaltung noch nicht so verbreitet gewesen war, so lautete meine damalige eMail Adresse frettchen@t-online.de. Ich war ein halbes Jahr nicht online gewesen, weil ich keinen Zugang hatte, als ich bei meiner Rückkehr in die Online Welt meinen Alias wieder anmelden wollte, musste ich leider feststellen, dass der Namen schon vergeben war.

     

    Wenn ich mich heute irgendwo anmelde und meinen Alias als Benutzernamen registrieren will, stelle ich immer häufiger fest dass der Name bereits vergeben ist. So ist es leider nicht mehr so, dass wo Frettchen draufsteht auch tatsächlich Frettchen drin ist.

  • Ungebremster Arbeitseifer ( 9.08.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

    Ich hatte ein süßes kleines Büro beim Roten Kreuz. Parallel zu meinem Schreibtisch etwa einen Meter hinter mir stand mein Aktenschrank. Wenn ich einen Ordner aus diesem Schrank, dessen Türen immer offen standen, brauchte, stieß ich mich mit beiden Händen kräftig von der Tischplatte ab und ließ mich während ich nach hinten rollte um 180 Grad herum schwingen, um mit der ausgesteckten Hand direkt vor dem benötigten Ordner zu landen.

     

    Kräftig abstoßen musste ich mich, weil eine Rolle meines Stuhls defekt war und sich nicht mitdrehte, so dass ich ordentlich Schwung brauchte um das Gefährt zu bewegen.

     

    Eines Tages nach einem kurzen Urlaub hatte der Hausmeister von mir unbemerkt diese Rolle repariert. Ihr ahnt sicher schon was nun passieren musste.

     

    Ja, ich stieß mich kräftig von der Tischplatte ab und mein Schreibtischstuhl raste mit ungewohntem Schwung ungebremst in den Aktenschrank. Ich riss dabei zwei Einlegböden herunter und wurde unter einem Berg prall gefüllter Leitzordner begraben.

     

    Unserer stellvertretender Kreisgeschäftsführer, der gleichzeitig Leiter unseres Rettungsdienstes war und sein Büro direkt neben meinem hatte, kam in mein Büro gestürzt und sah doch tatsächlich äußerst besorgt aus als er mich fragte: „Soll ich die Kollegen drüben rufen.“ Gemeint waren die Rettungsassistenten, die ein Gebäude weiter auf ihre Einsätze warteten.

     

    Mir tat so ziemlich jeder Knochen weh, das Gesicht meines Kollegen allerdings löste bei mir einen Lachanfall aus. So dass dieser sich beleidigt abwandte und mich meinem Schicksal überlies.

     

    Mir wurde schlagartig klar, dass ich endlich den optimalen Arbeitsplatz gefunden hatte, war es doch bei meiner Neigung schmerzhaften Missgeschicke äußerst praktisch die Rettungsleitstelle im Nachbargebäude und das Kreiskrankenhaus 3 Gehminuten entfernt zu wissen.  

    Weitere Missgeschicke:

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  • Die geheimen Gründe für Dominiks Weggang von ZOO Army. ( 7.08.2008 veröffentlicht in: ZOO Army )

    Mir ist es mal wieder gelungen einen Blick hinter die Kulissen von ZOO Army zu werfen. Allerdings bin ich dabei auf Informationen gestoßen, die selbst der Band neu sein dürften.

     

    Auf bisher unbekannten Wegen gelangte ein Demotape von ZOO Army in die Hände von Metallica. Als die Jungs das Tape anhörten erkannten sie sofort das Potenzial von ZOO Army und befürchteten dass diese Band ihnen das Wasser abgraben könnte.

     

    Aus diesem Grund beauftragten sie einen zwielichtigen Privatdetektiv damit Sand ins Getriebe von ZOO Army zu streuen. Nachdem er aber keinen Hebel finden konnte, kramte er das uralte Buch mit Beschwörungsformeln, das ihm seine Großmutter hinterlassen hatte, hervor und fand die passende Formel um den Dämon der Zwietracht und des Untergangs zu beschwören.

     

    Dieser betrachtete durch seinen Zeitspiegel die Leben unserer vier Jungs und fand tatsächlich etwas, womit er der Band schaden konnte. Er erfuhr dass sich Dominik in seiner Kindheit beim Blockflötenunterricht so ungeschickt angestellt hatte, dass sein Musiklehrer seine Blockflöte aufaß.

     

    Mit dieser Information erpresste er Dominik, er verlangte für sein Schweigen, dass Dominik die Band verlässt.

     

    Dominik erkannte, dass das Bekanntwerden dieser peinlichen Details nicht nur seine Karriere schwer beschädigen würde, sondern auch seine Glaubwürdigkeit bei seinen Fans total zerstören würde.

     

    Da dies letztendlich wieder auf ZOO Army zurückfallen würde, beschloss er, dass es für die Band besser wäre wenn er ginge, da sie so die Change hätten mit einem neuen Drummer weiterhin erfolgreich zu sein.

     

    Nicht ganz ungelegen kam ihm dabei, dass diese selbstlose Geste gegenüber ZOO Army nebenbei seinen eigenen Arsch rettete, da er nun ohne beschädigten Ruf an seinen anderen Projekten weiterarbeiten kann

     

    Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung von Dominik Scholz.

     

    Linkliste:  

    Dominiks Website
    Dominik bei MySpace
    Website von ZOOArmy
    ZOO Army bei MYSpace

    Weitere Artikel von mir über die Band, bzw. Bandmitglieder
    Die ultimative Wahrheit über ZOO Army
    Tal's Geheimnis
    Üljyjet und Tal, eine intergalaktische Freundschaft
  • 28 Jahre Angst ( 4.08.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

    Vor 28 Jahren wurde ich bei dem sehr geistreichen Versuch in Flipp-Flops über ein blühendes Kleefeld abzukürzen von einer Biene in den Zeh gestochen.

     

    Ungefähr eine Stunde nach dem Stich schwoll mein kompletter Fuß derart an, dass ich bereits dachte die Haut müsse jederzeit aufplatzen.

     

    Meine Eltern schafften mich mitten in der Nacht zu unserem Hausarzt, welcher mir mit einer Spritze das Leben rettete.

     

    Er meinte ich könne an einer Bienengiftallergie leiden. Ich solle das unbedingt testen lassen, da so ein Stich für einen Allergiker schnell mal lebensgefährlich werden kann und ich müsse bei positivem Ergebnis ständig ein Antigift mit mir herum tragen.

     

    Da ich aber eine tief sitzende Angst vor Nadeln aller Art hatte und außerdem recht überzeugend mit Ausreden erfinden war, schaffte ich es meine Eltern den Test auszureden.

     

    Fortan lebte ich in ständiger Angst vor den geflügelten Honigproduzenten. Ich fühlte mich schon unwohl wenn ich eine Biene nur sah. Kam sie gar in meine Nähe widerstand ich nur mit äußerster Willensanstrengung dem Drang wild um mich zu schlagen, sondern verharrte zu einer Salzsäule erstarrt, das Biest mit den Augen verfolgend bis die Gefahr vorüber war.

     

    Menschen die in meiner Nähe nach Bienen schlugen durften sich ellenlange Vorträge darüber anhören, dass Bienen nicht stechen solange sie sich nicht bedroht fühlen und dass sie gerade mit meinem Leben spielen würden, wenn sie die fliegenden Satane aggressiv machen würden.

     

    Ich vermied die Nähe von Blüten, aß nichts Süßes im Freien, überhaupt mied ich das Freie.

     

    Heute Abend erwies sich all meine Vorsicht als ergebnislos. Arglos ging ich ins Badezimmer um meine Zähne zu putzen, als ich einen heftigen Stich verspürte. In meinem Zeh, ich glaube es war sogar derselbe wie vor 28 Jahren, steckte der Stachel einer Biene.

     

    Das arme Tierchen lag verendend auf der Erde. Zuerst überfiel mich Panik. Ich kippte bestimmt eine halbe Flasche Desinfektionsmittel auf den Zeh und beobachte angstvoll ob er denn anschwellen würde.

     

    Er tat es, aber in einem Maße wie man es von einem Bienenstich erwarten kann. Nicht mehr und nicht weniger.

     

    Mir ist eine riesige Last von den Schultern genommen, die gesamten Rocky Mountains sind mir vom Herz gefallen. Ich bin nicht gegen Bienengift allergisch. Ich kann mich ohne Angst im Freien bewegen.

     

    Ein kleiner Test vor 28 Jahren hätte meine Lebensqualität bis dato deutlich verbessert.

     

    Und ich habe mal wieder demonstriert bekommen wie sehr man sich in seinen eigenen Ängsten einsperren kann.

     

  • Big Brother im Supermarkt? ( 1.08.2008 veröffentlicht in: Drüber nachgedacht )

    Jeder kennt die lästigen Dialoge an der Supermarkt-Kasse.

    „Sammeln Sie Punkte.“

    „Nein!“

    „Wollen Sie welche sammeln.“

    „Nein!!“

    „Warum wollen Sie keine sammeln?“

     

    Das nervt ist aber noch nicht weiter gefährlich, solange man standhaft beim Nein bleibt und sich nicht mit Versprechungen, von ganz tollen Prämien ködern lässt, ansonsten läuft der Briefkasten über.

     

    Etwas bedenklicher wird es schon bei der Frage nach der PLZ. Da ich solche Systeme gerne torpediere, setze ich bei dieser Frage gerne ein erstauntes Gesicht auf, (Ja ich habe immer mehrere Gesichter zur Auswahl dabei, man weiß ja nie welches man als nächstes benötigt.) und antworte mit großen Augen: „Ich habe doch keine eigene Postleitzahl.“ Bei Kassier/innen, die an dieser Stelle eindeutig überqualifiziert sind, wird das Gespräch meistens abgekürzt indem ich aufgeklärt werde, dass die PLZ meines Wohnortes gemeint sein.

    Der Dialog kann sich bei entsprechender Mitwirkung des Personals aber auch schon mal bis zum Aufstand in der Schlange hinter mir ausweiten.

     

    Aber was wirklich die Datenschützer in unserem Lande auf die Barrikaden bringen sollte ist mir neulich im Kaufland passiert.

     

    Ich habe meine Ware auf das Band gelegt und will gerade den leeren Einkaufswagen ans Bandende schieben, als ich von der Kassierin aufgehalten werde. „Ich brauche noch ihre Wagennummer.“ Erstaunt schaue ich mir den Einkaufswagen genauer an und finde tatsächlich neben einem Rad eine dreistellige Nummer. Jetzt frage ich mich natürlich überaus besorgt, was wollen die denn mit der Nummer meines Einkaufswagens und was fangen die mit den Daten an??

  • Murphy's Law und seine Tücken (31.07.2008 veröffentlicht in: Drüber nachgedacht )

    Tote Hose im Geschäft, also die ideale Gelegenheit um schnell mal die Bankgeschäfte zu erledigen und da meine Bank nur wenige Gehsekunden von meinem Laden entfernt ist, lässt sich das in wenigen Minuten erledigen. Also ein Schild mit dem Hinweis, dass ich gleich wieder da bin, in die Tür gehängt und mal eben schnell zur Bank.

     

    In weniger als fünf Minuten bin ich wieder zurück und was sehe ich da, es stehen 3 Kunden vorm Geschäft.

     

    Hmm, denk ich, das ist wohl Murphy’s Law. Super Methode um das Geschäft zu beleben. Als mal wieder nichts los ist, ich aber keine Bankgeschäfte zu erledigen habe, denke ich: „Okay, gehste halt einmal um den Block, dauert ungefähr genauso lange, wie mal eben schnell zur Bank und frische Luft und etwas Bewegung schadet ja nicht.“ Gedacht, getan, als ich nach ca. 2,5 Minuten zurück komme, steht nicht ein Kunden vorm Laden.

     

    Also komme ich zu dem Schluss, dass Murphy’s Law in diesem Fall nur bei Bankgeschäften und nicht bei Spaziergängen funktioniert. Also erledige ich meine nächsten Bankgeschäfte in der freudigen Erwartung bei meiner Rückkehr Kunden vor meinem Geschäft vorzufinden. Aber, nichts, nicht ein Kunde.

     

    Als ich ein paar Tage später, die Geschichte bereits vergessen hatte, fand ich nach meinen Bankgeschäften wieder Kunden vor dem Laden.

     

    Nun hab ich es kapiert. Wenn ich möchte dass durch Murphy’s Law Kunden in mein Geschäft kommen, darf ich nicht daran denken.

     

    Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich es fertig bringe, nicht an das Ereignis, welches ich auslösen will, zu denken um eben dieses Ereignis auszulösen.

     

    Wer sich nun an Douglas Adams Theorie „Jeder kann fliegen, wenn er nur nicht dran denkt“, (Mit aller Macht auf den Boden werfen, diesen dabei allerdings verfehlen, klappt nur wenn man weder an den Boden noch an das Fliegen denkt.) erinnert fühlt, ist in guter Gesellschaft.

  • Welcher Filmheld bist Du? (27.07.2008 veröffentlicht in: Gefunden )

    Diesen Test hab ich hier gefunden und auch gleich mal ausprobiert. Naja aufgrund meines schlechten Englisch habe ich alle Fragen die ich nicht verstanden habe, als neutral beantwortet und es waren leider nicht  wenige...smile

     
    Indiana Jones : 79%
    Eric Draven (The Crow) : 77%
    Hannibal Lecter : 73%
    Maximus (Gladiator) : 71%
    Néo (Matrix) : 70%
    Forrest Gump : 70%
    Batman / Bruce Wayne : 70%
    Jim Levenstein (American Pie) : 70%
    Schrek : 70%
    Yoda (Star Wars) : 69%
    Tony Montana (Scarface) : 66%
    James Bond : 65%

    Zum Test

    Für eine korrekt Übersetzung der Fragen wäre ich sehr dankbar, nicht dass ich Indy nicht mag, wollte nur gerne wissen, wieviel von ihm wirklich in mir steckt...
  • Frisch aus dem Ei gepellt (26.07.2008 veröffentlicht in: Saha-Hira )

    Es war soweit, die Jungen waren alle geschlüpft. Die Ehrwürdige Mutter war aufgeregt. Würde dieses Mal ihre Nachfolgerin unter den Jungen sein? Es wurde langsam Zeit, denn sie war schon alt und musste doch ihrer Nachfolgerin alles beibringen, was wichtig für das Volk ist.

     

    Sie begab sich zu den warmen Schränken, in denen alle 2 Jahre nach 11 Monaten Brutzeit, die Jungen schlüpften. Sie nahm zunächst die 10 Mädchen, setzte sie in den Wagen und schob sie in den fahrenden Raum, nachdem sie den unteren der beiden Köpfe gedrückt hatte, schloss sich die Tür wie von Geisterhand und der fahrende Raum fuhr nach unten. Dort öffnete sich die Tür und sie betrag mit den Jungen den langen Gang. Er war erfüllt von einem dumpfen Rumoren. Sie wusste dass dieses Rumoren mit dem warmen Schrank, dem fahrenden Raum und allen anderen Zaubereinrichtungen zusammenhing. Aber was es genau war, wusste sie nicht. Sie glaubte, dass irgendeine Ehrwürdige Mutter lange vor ihr, das genau gewusst hatte, dieses Wissen aber in Laufe der Generationen verloren gegangen war. Deshalb war es ihr auch so wichtig, dass sie bald eine Nachfolgerin bekam, damit nicht noch mehr Wissen verloren ging, denn ihre Zeit wurde knapp.

     

    Es war ihr immer noch unheimlich, dass genau dort wo sie ging das Licht aufflammte, während der Gang vor und hinter ihr im Dunkeln lag. Endlich kam sie beim Orakel an. Sie öffnete die Klappe und setze das erste Mädchen hinein. Sie schloss Klappe und wartete bis das Licht über der Klappe von Gelb auf Blau wechselte. Dann nahm sie das Mädchen wieder heraus. Dieses trug nun eine Armband auf welchem ihr Name und ihr Beruf stand: Kara-Hira, Früchtesammlerin.

    So verfuhr sie nacheinander mit allen Mädchen. Als sie das siebte Mädchen aus dem Wagen nahm, hielt sie kurz inne. Sie schaute in die aufgeweckten Augen des Mädchens und dachte, dass muss sie sein, meine Nachfolgerin. Sie strich zärtlich über den weißen Flaum, der in wenigen Tagen von einem nur die Hände, Füße und das Gesicht freilassenden blauen Pelz ersetzt werden würde. Auch fehlten noch die weißen Puscheln auf ihren spitzen Ohren. Andächtig setze sie Nummer 7 in die Klappe und wartete aufgeregt auf das blaue Licht. Ungeduldig öffnete sie die Klappe und sah enttäuscht auf das Armband: Saha-Hira, Früchtesammlerin.
  • Stromkabel ist nicht gleich Stromkabel (21.07.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

    Als meine Eltern damals ihr Haus gebaut haben, war ich, 14 jährig, stolz wie Oskar, dass ich meinem Vater beim Bau helfen durfte. Unendgeltlich natürlich, sonst wäre es ja Kinderarbeit gewesen, welche ja schließlich verboten ist. Ihr seht das argumentieren hab ich wohl von meinem Vater gelernt.

    So verbrachte ich meine gesamten Sommerferien täglich 12 bis 16 Stunden auf dem Bau. Ich durfte so tolle Hilfsjobs machen, wie Speis anrühren, Sand schaufeln, Steine schleppen usw.

    Doch dann kam mein Tag, mein Vater hatte ein echte Aufgabe für mich: Ich durfte den gesamten unteren Stock verkabeln. Er zeichnete Stiche auf die Wände, zeigte mir, wie man Schlitze klopft und meinte schließlich, ich solle in die Schlitze dreiardriges Kabel legen und die Schlitze wieder zuputzen.

    Er reagierte etwas befremdlich, als ich ihn fragte was denn ein dreiadriges Kabel sei. Das konnte es doch nicht geben, die Tochter eines Elektromeisters wusste nicht was ein dreiadriges Kabel ist. Dementsprechend schnodrig fiel seine Antwort aus: "Da zählste einfach die Drähte im Kabel, das mit drei Drähten ist das dreiadrige."

    Da ich mich nun nicht mehr traute weiter zu fragen und außerdem meinen Vater stolz machen wollte, wühlte ich in dem Haufen mit den Kabelrollen und zählte brav Drähte. Tatsächlich fand ich mehrere Rollen mit drei Drähten. Siegessicher legte ich die Kabel in die Schlitze, ließ die vorher von meinem Vater angegebene Länge überstehen und verputze munter die Schlitze.

    Als das ganze schön getrocknet war, machte mein Vater sich daran, die Steckdosen, Lichtschalter und Verteilerdosen anzuschließen. Ich stand stolz daneben, war es doch mein Werk, dass er nun nur noch die Drähte anschließen mußte. Plötzlich, und aus mir vollkommen unverständlichen Gründen, brach das Donnerwetter los.

    "Sag mal Du bist doch sogar zum Zigaretten holen zu blöd, Du fällst noch hin und verbiegst das Markstück. So was Saublödes ist mir doch noch nie untergekommen." Verdattert schaute ich meinen Vater an und überlegte fieberhaft was ich denn nun wieder falsch gemacht haben könnte. Die Kabel hatte doch alle drei Drähte und auch die Schlitze waren sauber und glatt zugeputzt.

    Nachdem mein Vater sich etwas beruhigt hatte, fand er doch noch die Kraft mir zu erklären was der Unterschied zwischen einen dreiadrigen Stromkabel, mit drei einzel isolierten Litzen und einem Erdungskabel mit drei nicht isolierten Litzen sei.

    Langer Rede, kurzer Sinn, ich hatte Erdungskabel in die Schlitze gelegt und damit nicht genug, das ganze auch noch schön verputzt. Also war ich nächsten zwei Tage damit geschäftigt die Schlitze wieder aufzumachen und das richtige Kabel reinzulegen.

  • I'm Alive (18.07.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

    I’m Alive

     

    Sorry ZOOArmy für den Titelklau, aber besser kann man es nicht ausdrücken: "Ich habe überlebt."

    Sicher fragen sich einige wo ich denn die letzten Wochen abgeblieben war, ich kann es Euch sagen: Ich war damit beschäftigt eine große Bedrohung zu durchleben und glücklicherweise zu überleben.

    Das war das Grauen in Tüten, ich war nicht mehr in der Lage soziale Kontakte zu pflegen, mein Haus in Ordnung zu halten und auch in der Fa. habe ich einiges versemmelt und wichtige Termine verpasst.

    Meine Körperpflege beschränkte sich aufs Duschen und Kleidung wechseln, all die wichtigen Tätigkeiten die in meinem Alter erforderlich sind um wenigstens annähernd mit dem Jugendwahn mithalten zu können, habe ich sträflich vernachlässigt und dabei herausgefunden, dass es auch ohne den Mist keine gravierenden Verschlimmerungen gegeben hat...smile.

    Diese Erfahrung wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht, ich konnte mich im wahrsten Sinne des Wortes in allerletzter Minute retten.

    Na gut, meine körperliche Unversehrtheit war nicht wirklich bedroht, auch wenn ich die ein oder andere Mahlzeit ausgelassen habe. Was sich allerdings positiv auf meinen Bodyindex ausgewirkt hat.  

    Aber meine geistige Gesundheit, sofern noch vorhanden, war ernsthaft bedroht. Ich bin dem heimtückischten auf diesem Planeten zum Opfer gefallen.

    Ich war absolut abhängig von einer bösartigen und hinterhältigen, in einer absolut harmlosen Fassade daherkommenenden Inkarnation des Bösen.

    Ich war einem Browserspiel verfallen. Travian heißt die Ausgeburt der Hölle. Ein Echtzeit-Strategie-Spiel. Man ist Staatsoberhaupt und kontrolliert die Geschicke seiner Untertan. Zunächst war es ja ganz harmlos. Ich hatte ein Dorf, welches natürlich ZOOArmynia hieß. Worauf die Dörfer: Gil Ofarim, Tal Ofarim, Roland Söns, Dominik Scholz folgten. Danach machte ich mit 507 weiter und ihr werdet es nicht erraten, die weiteren Dörfer trugen die Songtitel als Namen.   

    Aber als ich gestern den Löschbutton gedrückt habe, nannte ich 30 Dörfer mein eigen und war so damit beschäftigt, meinen Untertanen Befehle zu erteilen, dass für nichts anderes mehr Zeit blieb. Beinahe wäre ich in diese Welt hineingesaugt worden und hätte mich dort als Müller oder Bauer wiedergefunden. Ich habe gerade noch rechtzeitig den Absprung geschafft und stelle nun fest, dass ich auf einmal sehr viel Zeit habe. Allerdings benötige ich diese Zeit auch um als das liegen gebliebene aufzuarbeiten.

    Aber nun kann ich mit Recht behaupten: I'm Alive.  

  • Verity Liquid Tea (17.07.2008 veröffentlicht in: Produkttest )

    Testbericht Verity Liquid Tea 

    Zusammenfassung:

    Es sieht aus wie Tee, es riecht wie Tee, es schmeckt wie Tee, es IST Tee.

    Besonders geeignet für Amerikaner (Douglas Adams lies Dirk Gently in „Lachs im Zweifel“ denken: „Als ich noch darüber nachdachte, was das für eine wässrige Brühe wäre, mit der sie aus der Küche kam, fiel mir ein dass Amerikaner keinen Tee zubereiten können.)

     Nicht geeignet für Japaner und alle, für die das Ritual der Zubereitung mit zum Genuss gehört.

     

    Am liebsten sähe ich Liquid Tea in der Gastronomie, dort besonders am Frühstücksbuffet. Ich trinke keinen Kaffee und weiche deshalb am Frühstücksbuffet immer auf Tee aus. Da man dort aber selten kochendes sondern nur heißes Wasser bekommt, ist das ein äußerst zweifelhaftes Vergnügen. Zumal ich auch immer noch warten muss, bis mein Tee gezogen hat. Bevor ich mit dem Frühstück beginnen kann, sind meine Begleiter dann meistens schon zu Hälfte damit fertig, oder total genervt, weil sie auf mich warten mussten.

     

    Meine Tests im Einzelnen:

    Zunächst habe ich Liquid Tea, sowohl kalt als auch heiß probiert und konnte mich somit von dem authentischen Geschmack überzeugen. Danach habe ich mein Lieblingsgetränk für heiße Tage zubereitet: Früchtetee in Eiswasser. Und hier war ich das erste Mal von dem einfachen Handling begeistert. Bedeutete es doch in der Vergangenheit, Tee aufbrühen, kalt werden lassen und dann die Eiswürfel hinzugeben, so konnte ich das Konzentrat dieses Mal direkt ins Eiswasser geben. Was ungemein von Vorteil ist, wenn man morgens zur Arbeit geht und erst abends feststellt, dass man Lust auf Früchtetee in Eiswasser hat.

     

    Danach habe ich drei Freundinnen zur Tea-Time geladen. Ich habe ihnen nicht gesagt, dass wir Liquid Tea testen, sondern nur um ihr Urteil bei einer neuen Teesorte gebeten. Dazu habe ich die drei Sorten mit heißem Wasser zubereitet und in Thermokannen auf den Tisch gestellt, damit die Zubereitungsart verschleiert bleibt. Auf meine Frage ob es sich um aufgebrühten Tee oder Teebeutel  handelt, waren sogar zwei der Meinung es wäre frisch aufgebrühter Tee, während die dritte sich nicht sicher war.  Also hier schon mal ein dicker Pluspunkt für den Geschmack.

     

    Nun habe ich mich mit dem Gesamtkonzept Liquid Tea beschäftigt und habe sowohl die Website, wie auch die Verpackung auf mich wirken lassen.

    Positiv finde ich hier, die Aufmachung als Röhre und die Tatsache, dass das Haltbarkeitsdatum auf jeder einzelnen Portion aufgeprägt ist, so dass man die Portionen auch getrennt von der Röhre aufbewahren kann.

    Negativ ist mir hier das Design aufgefallen, obwohl ich es separat betrachtet eigentlich als sehr stimmig empfinde, würde ich doch nicht zu dem Produkt greifen, wenn ich es im Markt im Regal stehen sehen würde. Wobei ich hier leider nicht sagen kann, was damit nicht stimmt.

     

    Als nächstes habe ich mich mit dem Preis beschäftigt. 45 bis 50 Cent (je nach Abnahmemenge) pro Portion empfinde ich doch als sehr stolz und schmälert doch beträchtlich den Spaß an diesem Produkt. Den Einführungspreis von 37 Cent pro Portion hingegen empfinde ich als angemessen.

     

    Fazit: Liquid Tea ist auf jeden Fall eine gute Alternative zu den Teebeuteln und begeistert durch sein einfaches und flexibles Handling und seinen Geschmack. Durch den Preis wird die Freunde allerdings doch sehr getrübt. 

     

     

  • Und es war Sommer ... (13.07.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )
    ... ich war zwar 16, aber es war nicht mein erstes Mal, sondern sollte vielmehr das letze Mal werden an dem meine Eltern mich gezwungen haben mit ihnen gemeinsam in Urlaub zu fahren.

    Es ging in den Freizeitpark Schloß Dankern im Emsland. Ein Paradies für Familien mit Kindern. Was sollte ich dort, weder war ich noch ein Kind, noch hatte ich bereits eigene Kinder. Ich fühlte mich sofort lebendig begraben. 
     
    Das Gelände war ein gigantischer Spielplatz mit Blockhütten darauf.  Unsere Blockhütte bestand aus einem großen Hauptraum mit Küchenzeile. Ein kleinen Badezimmer mit Sitzdusche, das noch nicht einmal den Namen Nasszelle verdient hat. Zwei Kinderzimmer, die mehr mit einer 3. Klasse Schiffskajüte als mit einem Zimmer gemeinsam hatten. Links das schmale Stockbett, rechts der Einbauschrank, dazwischen ein Gang von vielleicht einen halben Meter. (vermutlich waren es 80 cm, weil das das Mindestmaß für Durchgänge ist.)

    Das Elternschlafzimmer befand sich im Hauptraum an der Wand, in Form eines ausklappbaren Doppelbettes, dessen Ausmaße für ein anständiges Singlebett gerade ausreichend waren.

    Da war ich nun, in meinem eigenen Albtraum gefangen. Als ich beim Bettbeziehen auch noch "Nichts zu ficken, nichts zu fressen, Dankern werd ich nie vergessen" in den Bettpfosten eingeritzt fand, überlegte ich mir bereits welchen Therapeuten ich nach diesem Aufenthalt wohl aufsuchen muß.

    Aber zum Glück erwies sich selbst das Essen als durchaus genießbar. Allerdings sollte es der Sommer der Pannen werden. Es vergang nicht ein Tag an dem mir nicht irgendein zumeist schmerzhaftes Missgeschick passierte. Einzige Ausnahmen waren die Tage als ich mit Agina auf der Klappliege auf der Terasse verbrachte.

    Beim Nacktbaden unter väterlicher Aufsicht, griff ich als mich einer der anderen Väter unter Wasser tauchte in meiner Panik nach dem erst bessten woran ich mich festhalten konnte. Dieser Vater wusste nun sehr genau wie der Tazanschrei wohl entstanden war.

    Beim Versuch meine kleine Schwester in einer Schiffsschaukel anzustoßen, verklemmte ich mir den Finger im Gestänge und so weiter.

    Das spektakulärste und auch schmerzhafteste Missgeschick passierte mir auf der Hängebrücke über den Dankernsee. Dieser Baggersee wird durch eine Hängebrücke in zwei Bereiche unterteit. Auf der einen Seite ist der Bereich zum baden und auf der anderen Seite ist eine Wasserski-Anlage untergebracht. Dort kann man sich von einem horizontal gelegten Skilift in Runden über den See ziehen lassen. Als ich gerade die Bücke überquerte fand dort ein Wettkampf statt. Die Leute wurden immer schneller durch die Runden gezogen und es galt sich möglichst lange auf den Ski zu halten. 

    So ziemlich in der Mitte der Bücke fehlten ein Brett. Ich hatte gerade meinen linken Fuß über dieses Loch gesetzt, als der erste Wasserskifahrer recht eindrucksvoll aus der Kurve flog. Als ihm gleich darauf ein zweiter folgte, wollte ich mich etwas bequemer hinstellen um das Spektakel besser beobachten zu können, also zog ich mein rechten Bein nach, welches natürlich direkt in dem Loch landetete und mir recht eindrucksvoll demonstrierte wie gut die Schwerkraft auf diesem Planeten funktioniert. Ich riss mir mit dieser Aktion das gesamte Schienbein auf und sicherte mir das hämische Grinzen meiner Familie und den Temporärnachbarn auf Lebenszeit.

    An unserem letzten Tag flanierte ich recht entspannt mit einer Eistüte in der Hand über das Gelände, als ich eins der "Nachbarsmädchen" traf. Im Vorbeigehen fragte sie mich: "Und ist Dir heute schon was passiert." "Bis jetzt noch nicht." rief ich ihr nach, wobei ich mich zu ihr umdrehte, einen Holzpflog im Boden übersah und mich mit dem Eis im Gesicht auf der Erde wiederfand.
  • Einmal Etschberg und zurück (12.07.2008 veröffentlicht in: on tour )

    Endlich war es soweit, ich sollte endlich meine Mädels wiedersehen und endlich mal wieder gepflegt zu ZOO Army abrocken.

    Nachdem ich bis 14.00 Uhr relativ tatenlos in meinem Sommerlochbedingten leeren Laden festgesessen bin, bricht die Hektik los. Schnell nach Hause hetzen, aber den Kaffee für Tara nicht vergessen.

    Zuhause angekommen, erst mal die Klamotten raussuchen, das hat man ja schließlich nicht ahnen können, das man die braucht und das es evtl. etwas hektisch werden kann, wenn man um 14.00 Uhr den Laden abschließt und um 15.00 Uhr Tara vor der Tür steht. Als ich dann pudelnaß aus der Dusche komme, geht auch schon die Haustüre auf und Tara hetzt auf die Toilette, dass die bei Stau auch keine Dixies aufstellen können, unerhört. Yuma beweisst ihre Wachhund Qualiäten, indem sie überhaupt nicht mitbekommt, dass jemand das Haus betreten hat und dementsprechend verwirrt reagiert, als sie einen fremden Geruch wahrnimmt, aber niemanden sehen kann. Um so stürmischer fällt die Begrüßung aus, als Tara aus der Toilette kommt. Die Arme wird von 35 kg Hund fast umgeworfen.

    Nachdem ich es endlich dank Tara geschafft habe nicht mehr wie Tina Turner für Arme auszusehen, kann es auch schon losgehen. Da Frettchen bekanntlich nicht nur neugierig sondern auch clever sind, lasse ich meine Brille zuhause, da ich ja nicht zu Fahren brauche...nur um wenige Minuten nach dem Start festzustellen, dass meine Brille sich ja selbst verdunkelt und mir bei der blendenden Sonne die Augen schmerzen. Aber Tara ist auf alles vorbereitet und hat nicht nur eine sich selbst verdunkelnde Brille im Handschuhfach, nein sie hat auch noch meine Seestärke, so langsam beginnt die Frau mir unheimlich zu werden.

    Und schubs sind wir auch schon in Etschberg, aber wo ist das Stadion? Kurzerhand wird ein Typ mit einem Pizzaria Napoli Shirt gefragt und siehe da der kennt den Weg und entläßt uns mit einem fröhlichen "Ich komme auch gleich". Ich sag noch zu Tara, hoffentlich bringt der auch Pizza mit. Wie sich später herausstellt, tut er genau dass und vertickt den ganzen Abend seine Pizza auf dem Festival. Als wir ankommen sind, Silke und Robert schon da.

    Da stehen wir nun auf dem Parkplatz und bewundern die idyllische Landschaft, die sehr gut als Kulisse für unsere kleine Farm (mitten in der Pampa halt) hätte dienen können, als sich uns ein Auto nähert. Der Typ der da aussteigt, hat sichtlich mit der Schwerkraft zu kämpfen. Ich möchte an dieser Stelle mal anmerken, dass ich es für eine unverantwortliche Energieverschwendung halte die Gravitation den ganzen Tag eingeschalten zu lassen. Während er verzweifelt versucht mit uns ins Gespräch zu kommen, bemerken wir, dass die Zelte rund ums Festival wie eine Beduinenstadt aussehen. Woraufhin Silke meinte es fehlen nur noch die Kamele, sie hätte bisher nur Kühe gesehen. Ich konnte ihr aber mit einem Blick auf unseren ungebetetenen Gast klar machen, dass es zumindest ein Kamel hier gäbe. Nadem der Typ noch etwas lamtiert hatte, dass er wohl die Kohle für den Eintritt nicht hätte, stieg er mit der Bierflasche in der Hand wieder in sein Auto und fuhr los.

    Gemeinsam betreten wir das von Sicherheitsmaßnahmen nur so strotzende Festival. Das heißt wir mußten am Einlaß unsere Taschen öffnen, kurz bekomme ich Bedenken, da ich den Zweitschlüssel mitgnommen habe, an dem ein kleines Cuttermesser hängt, aber den geübten Auge des "Sicherheitspersonals" entgeht dieses Detail. Nachdem wir mit neongrünen Armbändern gekennzeichnet wurden erhalten wir einen Jägermeister Gutschein.

    Während ZOO Army gerade ihren Sound-Check abliefern, wird erst einmal ordendlich mit den Mädels geknuddelt. Eine Knuddelrunde später entreißt mir Mic den Gutschein, mit den Worten: Du darfst das doch noch gar nicht trinken. So chamant waren die Jungs vom Jägermeisterstand dann doch nicht, und so kam ich zu meinem ersten Red Bull, gemixt mit Jägermeister.

    Dann ist es endlich soweit, das Festival beginnt mit der ersten Band. Das heißt so ein kleiner Flummi von Frau steht auf der Bühne und sagt erst einmal durch, dass bei einem Fahrzeug noch Licht brennt. Ich versteh die Aufregung gar nicht, also bei meinem Auto geht das nach ner Zeit immer von alleine aus. Als die Band zu spielen beginnt, wird klar, dass der Flummi gar keine Ansagerin sondern die Sängerin der Band ist.

    Nagut es war vielleicht nicht nett von mir zu applaudieren, als sie sagt, dass sie nun den letzten Song spielt, denn so schlecht waren die gar nicht und es ist verdammt schwer den Oppener zu machen, zumal sich vor der Bühne gerade mal 3 Leute versammelt haben, die noch nicht einmal gerockt haben.

    Von der zweiten Band habe ich nicht viel mitbekommen, da mir die Stimme der Sängerin schon beim Sprechen auf die Nerven ging, also hab ich erst einmal die Pizza unseres Wegweisers probiert und mich weiter mit Jägermeister Energie versorgt. Was vielleicht keine so gute Idee war, da ich noch nicht einmal Kaffee trinke und das mein erster Kontakt mit Energie Drink war, außerdem trinke ich in der Regel wenig Alkohol und so passierte was passieren mußte, ich war extrem gut drauf, als die dritte Band zu spielen begann. Die waren nicht mal so übel, naja mit Cover-Songs ist es auch nicht schwer Stimmung zu machen, aber es kam auf jeden Fall Leben in die Bude.

    Tal und Dominik haben sich die Gruppe auch angesehen und standen vor uns, da bekam ich die spontane Idee, dass ich noch mehr Jägermeister-Energie brauchen könne und um das ganze zu tarnen, holte ich gleich eine ganze Runde. Ich bin mir ziemlich sicher dass ich 5 mal Jägermeister Energie und einmal pur bestellt habe, aber zurück kam ich irgendwie nur mit 5 Becher, zwei waren für Tal und Dominik bestimmt, die anderen reichte ich "am Stück" an meine Begleiter weiter, aber zum Anstoßen kam ich erst gar nicht, was ja der eigentliche Sinn dieses Unterfangen war, denn Tara konnte besser rechnen als ich und stellte fest dass ich einen Becher zu wenig mithatte. Aber wie sie dann darauf kam dass es Roberts Becher sein müsse der da fehlte, weiss ich nun auch nicht...smile...Naja während ich damit beschäftig war, das Missverständnis aufzuklären, war die Gelegenheit mal so ganz ungezwungen mit den Jungs anzustoßen auch schon vertan.

    Endlich ist es soweit und unsere Jungs betreten die Bühne. Dem Umstand, dass gar nicht so viele Fans anwesend waren und auch kaum Gilgirlies zu bemerken waren, verdanken wir es dass wir in der ersten Reihe stehen. Und nun stellt sich die Absperrung vor der Bühne, die wir zunächst belächelt hatten, als sehr hilfreich heraus. Denn wenn man ich beim Bangen festhalten kann, kann man sich so richtig den Nacken ausrenken. Vor allem bei den neuen Stücken werd ich mir irgendwann einmal doch noch ein Schleuder-Trauma zuziehen...aber was solls für was zahlt man schließlich die Krankenversicherung. Ein paar flüchtige Blicke nach hinten, zeigten dass auch die anderen Festival-Besucher von unseren Jungs angetan waren. Doch leider spielten sie viel zu kurz und es soooo schnell vorbei.

    Wir verkrochen uns in unsere Autos um zu schlafen, was gar nicht so einfach war, denn in der Bar ging es die ganze Nacht mit DJ Musik weiter. Also eines muss man den Etschbergern lassen, die können feieren. Und zwar die ganze Nacht, noch morgens um 9.00 Uhr war da Party, es war allerdings weniger spassig so vollkommen nüchtern über die Reste des Festivals zu laufen um irgendwo noch was antialkoholisches zu trinken aufzutreiben. Und ob das auf dem Boden alles nur verschüttet Drinks waren, will ich gar nicht wissen.

    Lustig fand ich allerdings die Pilgerscharen die sich auf dem Parkplatz eingefunden hatten, also jeder Etschberger der einen Hund besitzt war an diesem Morgen auf dem Parkplatz, und das natürlich nur um seinen Hund auszuführen, aber es gab auch einige die sich ohne dieses Alibi getraut haben über den Parkplatz zu flanieren, auch die Polizei lies es sich nicht nehmen mal vorbei zu schauen.

    Als unser Lebensgeister wieder zurückgekehrt waren, beschlossen Tara und ich, Silke und Robert noch etwas in Richtung Kaiserslautern zu begleiten, um in einem Mc Donalds zu frühstücken. Ich konnte es zwar nicht glauben, aber die haben in dieser Einöde tatsächlich einen Mc Donalds gefunden. Der sucht allerdings seinesgleichen. Als wir den Laden betreten ist der einzige Gast gerade mit Smaltalk am Tresen beschäftigt. So etwas habe ich bei Mc Doof noch nicht gesehen, aber wir waren ja auch auf dem Land, da gehen die Uhren anderst.

    Ein schönes Animationsprogramm hatte die allerdings auf der Terrasse. Eine Schar Spatzen machte sich über die Krümmel her und als wir begannen mit Pommes zu werfen kam richtig Leben in die Bude. Die Viecher haben es tatsächlich geschafft mit Pommes die größer als sie selbst waren zu starten und eine kurze Strecke bis ins Gebüsch zu fliegen. Richtig spassig waren die comicmäßigen Verfolgungsjagten. Vorne Spatz mit viel zu großer Pommes und dahinter die Verfolger im Gänsemarsch.

    Und dann war ein toller Abend und ein lustiger, nur von Nackenschmerzen getrübter Vormittag auch schon wieder vorbei, tränenreicher Abschied und erst einmal ins Bett zum richtig ausschlafen.  

  • Die Weihnachtsgeschichte auf Frankforderisch (12.07.2008 veröffentlicht in: Gefunden )
    In dere Zeit is damals grad e Verfüchung rauskomme vom Kaiser heechstpersönlich, vom Augustus. Der hat sich in de Kopp gesetzt, dass iwwerall in seim Reich die Leut uffgeschriwwe wern. Er wollt nämlich parduh feststelle, wieviel des sin un wo se all wohne un ob sem aach all ihr Steuern bezahle. Des war e gannz neue Idee, die se sich da ausgeknowelt hadde, un es ersdemaal, dasse des so genau wisse wollde, damals, wie de Quirinjus Owwermaschores im Land war.

    Na ja, was wollde die klaane Leut annersder mache. Da sin se halt losgezooche, um sich ihr Formulare ze hole. Jeder hat dahie gemußt, wo er hergewese is. Aach de Josef hat sei Sache gepackt un hat sich uff die Socke gemacht. Von Nazaret owee in Galiläa aus, wo er gewohnt hat, nach Judäa in des Städtche, wo die Davids herwarn, nach Betlehem. Dort wollt er sich mit Maria, die schon in neude Monat war, in die Lisde eidrache lasse.

    Un kaum warn se dort, wars aach schon so weit. So hat se ihrn Sohn, ihrn ersde, uff die Welt gebracht. Sie hat en in Winnele eigewickelt un in e Krippche geleecht, wo sonst die Kieh un Ochse draus fresse. Nerjends sonst hadde se nämlich e Plätzi fefunne, weil alle Gasthäuser gestoppdevoll gewese sin wie e Worschthaut un net des klaansde Stibbche mehr iwwerich war.

    Di in de Näh hawwe damals unner freiem Himmel draußen aach so e paar Schaafhirte gesesse, die hawwe da nachts als ihr Viecher bewacht. Un wie die da so hocke un e bissi vor sich hie desse, is uff aamol en Engel vom Liewegott selwer vor ihne uffgedaacht. In dem Moment isses aach schon hell gewese, un von eme göttlichen Glanz sin se aagestrahlt worn. Da sin se erschriocke un hawwe sich gefercht un geduckt wie Katze wanns donnert. Awwer de Engel hat zu ene geredet.

    "Nor kaa Angst, duht euch net ferchde! E Mordsfreud hab ich euch auszerichde, was ganz Scheenes, wo jeder was devoo hawwe soll! Denn im David seiner Stadt driwwe is euch heut aaner geborn worn, den de Herrgott selwer euch geschickt hat, Christus der Herr! Und da dran sollt err des erkenne: Ihr werdt a klaa goldich Bubche finne in Winnele eigewickelt, des liecht in eme Stall in ere Futterkrippe!"

    Un schwubbs is newer dem Engel en ganze Haufe von himmlische Herrschafde erschiene, die hawwe vor Freud gesunge un gejodelt un hawwe de Liewegott hochlewe lasse: "Ehre", hawwe se gerufe, un "Hoch, de Hergott, hoch! Un jetzt solls Friede gewwe uff de welt, denn unser Herrgott hat sei Mensche gern!"

    Wie sich die Engel nach all dem Spekdagel un geddes widder in Richtung Himmel fortgemacht hadde, hawwe die Schafhirte zuenanner gesacht: "Jetz awwer nix wie los un eniwwer nach Bethlehem! Jetz wolle mer doch gleich emaal gucke, was da bassiert is uns was de Herrgott uns da fer Sache verzeehle hat lasse."

    Un schon sin se losgesaust, so schnell se konnde. Un werklich hawwe se dann Maria un Josef gefunne un des Kindche in saam Futterkrippche. Uns sie hawwes bewunnert un hawwe verzeehlt, wasse von dem klaa sieß Kerlche schon alles geheert hadde. Da hawwe die Leut ihr Naselecher uffgesperrt un ihr Aache un hawwe nor so gestaunt iwwer des, was die Kerle da so geredet hawwe. Maria awwer hat sich in ihrm Herze alles gut gemerkt un driwwer simmeliert.

    Ja, un dann hawwe die Hirte sich verabschiedt un sin widder haamgezooche. Merr hat se noch lang singe un bete heern. Sie warn ganz meschugge vor lauter Freud, weil se des alles geheert un gesehe hadde, un weil de Herrgott so Sache grad ihne verrade hat.
  • Üljyjet und Tal, eine intergalaktische Freundschaft (11.07.2008 veröffentlicht in: ZOO Army )

    Tal sitzt abends im Park und siniert über den Sinn des Lebens, als er lautes Gekläffe und ein merkwürdiges ziemlich hohes Gezwitscher hört. Durch das unbekannte Geräusch neugierig geworden, geht er in die Richtung des Lärms.

    Das Bild das sich ihm da bietet, brennt sich nicht nur in seiner Netzhaut ein, sondern wird wohl für alle Zeiten in seinem Gedächtnis haften bleiben.

    Vor im wälzt sich ein Knäul über den Rasen, das jeder Beschreibung spottet. Zu sehen ist ein Rottweiler der sich in etwas sehr Merkwürdiges verbissen hat. Am auffälligsten ist der lange dünne Hals und der flache tellerförmige Kopf. Da das merkwürdige mit blauem Flaum überzogene Tier eindeutig unterlegen ist, tritt Tal beherzt zu, um den Rottweiler zu vertreiben.

    Der Rottweiler richtet seine Aufmerksamkeit nun voll auf Tal, während sich das blaue Tier ins Gebüsch verzieht. Tal schlägt den Rottweiler mit einem Fausthieb auf die empfindliche Schnauze in die Flucht.

    Danach will er nach dem Tier sehen, als dieses nun aufrecht stehend mit überraschend humanoiden Zügen aus dem Busch tritt. Wie Tal nun erstaunt feststellt, trägt das Tier sowas wie Kleidung und hat einen Kasten vor die Brust geschnallt. Das Tier gibt hohe fiespende Töne von sich, kurz nachdem es verstummt, ertönt aus dem Kasten einen metallische Stimme: "Mein Name ist Üljyjet und ich komme in Frieden."

    Verdattert starrt Tal das Tier an, dessen tellerförmiger Kopf auf gleicher Höhe mit seinem Kopf ist. Da wird im klar, dass ist gar kein Tier, das ist ein Alien und es spricht mit mir. "Hallo ich bin Tal und ich wohne hier." stößt er unsicher hervor. Der Kasten vor der Brust des Wesens gibt hohe fiespende Töne von sich.

    Schließlich begreift Tal, dass es sich bei dem Kasten um ein Übersetzungsgerät handelt, dass es ihnen somit ermöglicht sich zu unterhalten.

    Er macht Üljyjet klar, dass er hier im Park in Gefahr ist und nimmt ihn mit nach Hause. Nachdem er dem Gastaser aus dem Gesamtvolk der
    Jülziish, wie er von Üljyjet erfahren hat, ein Bier angeboten hat wird das nicht an Akohol gewöhnte Wesen sehr gesprächig und erzählt Tal, dass er aus der Eastside der Galaxi kommt und auf einem Forschungsflug war als ihm das Deutrium, dass er für seinen Antrieb benötigt, ausgegangen war, und er auf Terra eine Zwischenlandung eingelegt hat um neues Deutrium aus dem Ozean zu gewinnen. Den Rottweiler hielt er für einen inteligenten Bewohner dieses Planeten, konnte aber zu keiner Verständigung mit ihm kommen.

    Nachdem Tal Üljyjet mit reichlich Bier abgefüllt hat, überläst dieser ihm einen sogenannten Fiktivtransmitter, mit dessen Hilfe sich Tal jederzeit auf Üljyjets Heimatplaneten beamen kann.

    So entwickelt sich eine intergalaktische Freundschaft. In der Folgezeit besucht Tal Üljyet und erhält von ihm unter anderen die Zeitreisestanduhr (siehe
    Tal's Geheimnis ) und andere nützliche Dinge, die Tal in seinem Keller versteckt hält.

    Aus Sicherheitsgründen verzichtet Ülyjet auf weitere Besuche bei Tal, da die Menschheit noch nicht reif ist in Kontakt mit anderen Inteligenzen zu treten.

  • Doppelt getackert hält besser (10.07.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

    Wir hatten im Bürgermeisteramt in meinem Dorf, in dem ich meine Lehre gemacht hatte, einen kleinen Kopierraum. (Hier wurde wohl der Grundstock dafür gelegt, dass ich heute einen Copy-Shop betreibe...). In dem Raum stand auf einem Tisch ein kleiner Kopierer, ganz ohne Sortieren und Einzug oder sonstige Scherze. Davor eine großer Bürolocher und ein großer Hefter.

    Eines Tages stand ich mit einer Kollegin in diesem Kopierraum, sie fertige Kopien während ich mit dem Hefter spielte. Ich hatte meinen Zeigefinger und den Mittelfinger auf der Gegenplatte des Heftkopfes liegen und betätigte immer wieder den Heftkopf soweit, dass er die Finger berührte. Meine Kollegin erzählte mir etwas über das sie sich sehr aufgeregt hatte. Als sie damit fertig war, meinte ich: "Jawohl, das ist ne Sauerrei." Dabei holte ich mit der Faust aus, um damit zur Bekräftigung auf den Tisch zu schlagen. Ich erwischte allerdings nicht den Tisch, sondern den Heftkopf. Meine Finger lagen noch immer auf der Gegenplatte. So hatte ich mir den Zeigefinger an den Mittelfinger getackert. Die Heftklammer blieb im Mittelfinger stecken, während sie aus dem Ziegefinger sofort wieder raussprang, das Blut floss in Strömen. Meine Kollegin wurde leichenblass und trug einen Gesichtsausdruck, den ich nicht beschreiben kann, am ehesten kann man sagen, sie sah aus wie wenn sie jeden Moment einen Herzinfarkt bekommen würde.

    Ich hielt die unverletzte Hand unter die Verletzte, um das Blut aufzufangen und bekam einen Lachflasch, ob meiner eigen so unbeschreiblichen Blödheit. Um ein Pflaster zu erhalten musste ich ins sogenannte Hauptamt, (Ausweisamt, Einwohnermeldeamt, Telefonzentrale und Vorzimmer des gestrengen Ratschreibers -siehe "Die Sache mit dem wassersteften Fisch.") vor welchem sich immer Bürger ansammelten, die darauf warteten ihr Anliegen vorzubringen. Ich musste also durch diese Menschengruppe, blutetend,  mit einer Heftklammer im Mittelfinger und konnte nicht aufhören zu lachen. Die Kinder unter den Wartenden bekamen einen Schreck und fingen an zu weinen.

    Da stand ich nun im Hauptamt, welches vom Amtszimmer des gestrengen Ratschreibers nur durch eine Glaswand abgetrennt war, lachte mich fast tot, blutetete wie ein Schwein, hatte eine Heftklammer im Mittelfinger stecken und blickte in die ratlosen immer bleicher werdenden Gesichter der beiden Kolleginnen die sich dieses Doppelbüro teilten und war nicht in der Lage ihre auf mich einstürmenden Fragen zu beantworten, da ich vor lauter Lachen keine Luft mehr bekam.

    Irgendwann schaffte ich es dann doch, ein Pflaster zu erhalten, die Blutung unter fließendem kaltem Wasser zu stoppen, die Heftklammer aus dem anderen Finger zu ziehen und mich zu verarzten. Auch mein Lachflasch ließ mich langsam wieder aus seiner Gewalt, was wohl hauptsächlich an den nun heftig einsetzenden Schmerzen lag.

    Hier wäre diese Geschichte nun erzählt, wenn ich nicht ... Ja, wenn ich nicht ICH wäre.

    Zwei Tage später kam das zweite Lehrmäddel aus dem Urlaub und wollte natürlich genau wissen wie das passieren konnte. Da es nun wesentlich einfacher ist, etwas zu demonstrieren als es zu erklären, demonstrierte ich es ihr. Natürlich sollte der Schlag mit der Faust auf den Heftkopf nur angedeutet sein. Wie gesagt: SOLLTE. Ja ihr lest richtig, ich habe mir exakt zwei Tage später, exakt die selben Finger, an exakt dem selben Hefter erneut zusammengetackert.

  • Tal's Geheimnis (10.07.2008 veröffentlicht in: ZOO Army )

    Bei den nachfolgend beschriebenen Ereignissen handelt es sich um inoffizielle Informationen, diese Informationen sind so inoffiziell, dass selbst die Band vermutlich nicht darüber Bescheid weiß.

    Dominik wurde von Roland schwanger, nachdem klar war dass er einen Sohn gebären würde, stetzen Dominik und Tal gemeinsam einen Ehevertrag für Dominiks Sohn und Tals Tochter Lior auf. Liors Mutter wollte die Zwangsehe ihrer Tochter unbedingt verhindern, sie benutzte das Casting-Video mit welchem sich Dominik als Moderator für die Sendung mit der Maus beworben hatte um  Dominik dazu zu überreden seinen Sohn unmittelbar nach der Geburt zur Addoption frei zu geben.  

    Da nun das Verhältnis der Band untereinander sehr zerrüttet war, wurde Sigmund Freud mit Tals Zeitreise Standuhr, (ein potthässliches Ding, dass es dem Benutzer erlaubt Personen aus der Vergangenheit für 24 Stunden in die Gegenwart zu holen.) die er von Üljyjet (ja der selbe kleine blaue Drecksack, der durch seine Unachtsamkeit die Aufmerksamkeit der MIU - siehe Die ultimative Wahrheit über ZOO Army  - auf die Jungs gelenkt hatte) aus dem Volk der Gataser  geschenkt bekommen hatte, zur Gruppentherapie herbeordert.

    Aber auch das nützte nichts, das Trauma, das Dominiks Bewerbungsvideo ausgelöst hatte sass zu tief. So lieh sich Tal von Ülyjet einen Hypnostrahler, mit dem er die Erinnerung an die Ereignisse bei allen auslöschte. Ob er sich selbst ebenfalls mit diesem Gerät behandelt hat ist unklar. Doch wer Tals wissendendes Lächeln betrachtet, weiß nicht nur, dass er dies nicht getan hat, sondern vermutet auch das er dieses Gerät schon des öftern eingesetzt hat.

    Hierzu ist leider nichts überliefert, aber ich werde weiter forschen....

  • Die Sache mit dem wassersteften Fisch (10.07.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

    Aufgrund meiner Legasthenie bin ich wie fast alle, ein Zahlendreher, das geht sowie dass meine Stammkunden schon nicht mehr hinhören, welche Preise ich nennen, sondern lieber aufs Display der Kasse schauen.

    Als weitere Folge der Behinderung entwickelte ich als Kind einen kleinen Sprachfehler, so habe ich immer wenn ich aufgeregt oder im Streß war (was ich eigentlich immer irgendwie war) die Anfangsbuchstaben von zwei aufeinanderfolgenden Wörter oder innerhalb von zusammengesetzten Wörtern vertauscht. So habe ich zum Beispiel beim Hausmeister meiner Schule immer eine Cole Dosa bestellt.

    Ich began eine Lehre im Bügermeisteramt unseres Dorfes und erhielt dort eines Tages den Auftrag einen wasserfesten Stift bei unserem Ratschreiber zu holen. Unser Ratschreiber war ganz wie es dieses hohe Amt erforderte ein tausendprozentiger Mitfünziger, mit einem sehr gestrengen Blick, der unter uns Lehrmädels sehr gefürchtet war.

    Ich war mir in meiner erwachenden Persönlichkeit der Peinlichkeit meines Sprachfehlers sehr bewusst, also stand ich vor dem Amtzimmer des gestrengen Ratschreibens und übte leise vor mich hinmurmelnd: "Wasserfester Stift, Wasserfester Stift, Wasserfester Stift ... " Da durchzuckte mich ein Geistesblitz: "Sag doch einfach Eding." sagte ich zu mir.

    Im Bewustsein gegen alle Gefahren dieser Welt gewappnet zu sein, betrat ich das Amtszimmer des gestrengen Ratschreibens und sprach: "Ich brauche einen Eding." Der gestrenge Blick des Ratschreibes schien mich mißbilligende geradezu durchbohren zu wollen. "Was bitteschön junges Fräulein soll denn ein Eding sein." Eingeschüchtert sprudelte es aus mir raus: "Ein wasserstefte Fisch."

  • Gedankensplitter (10.07.2008 veröffentlicht in: Drüber nachgedacht )
    Es muß für die Hersteller von Gedächtnisfördernden Medikamenten äußerst schwer sein ihre Produkte zu vertreiben. Der potienzielle Kunde steht im Laden und hat vergessen was er eigentlich kaufen will.
  • Die ultimative Wahrheit über ZOO Army (10.07.2008 veröffentlicht in: ZOO Army )

    Verschiedene Leute fragen sich, warum man so lange nichts von ZOO Army hört, die Spekulationen gehen in alle Richtungen. Es freut mich Euch mitteilen zu können, dass ich damir ein für alle mal aufräumen kann, denn ich kenne die einzige und ultimative Wahrheit.

    Also das war nämlich so: Die Scheibe ist längst fertig und sie ist sowas von hypergalaktischmegagut geworden, dass jeder der sie hört sofort ZOO Army verfällt und nie mehr etwas anders hört. Und wäre das unter uns (sprich auf der Erde) geblieben, wäre es einfach nur das beste Album aller Zeiten geworden.

    Aber Tal hat Freunde die nicht auf dieser Welt leben und denen hat er einen Track zum reinhören mitgebracht. Und damit hat der Ärger angefangen, dadurch wurde die MIU (Music Investigention of Universum) auf unsere Jungs aufmerksam. Da sie befürchtet haben, dass nun im gesamten Universum der selbe Effekt wie auf der Erde auftritt, nämlich dass keiner mehr etwas anders wie Zoo Army hören will, haben sie die gesamte Band kurzerhand entführt und auf einer entlegenen Wüstenwelt festgsetzt. Dort müssen sie nun so lange bleiben, bis sie die Songs so umgeschrieben haben, dass der Effekt nicht mehr auftritt.

    Da es nun aber sehr schwer ist etwas so geniales so umzuschreiben, dass es einfach nur noch saugut ist, kann das eine Weile dauern.

    Rock on

    Nicole

  • Die TomTom-Story ( 9.07.2008 veröffentlicht in: Pleiten, Pech und Pannen )

    Es war einmal ein Frettchen, dass sich ständig verfahren hat.

    Um diesen Umstand zu ändern musste ein Navigationssystem her, aber welches? Bis ich mich endlich für das TomTom Ride entschieden hatte, waren alle ausverkauft. Da es bei Polo ein Sonderangebot gegeben hatte, welches ich typisch Frettchen total verpennt hatte.

    Aber es gab einen Silberstreif an Horizont. TomTom brachte die second edition raus, welche ich mir auch gleich bestellt habe. Aber auch diese war vollkommen vergriffen mit elenlangen Wartelisten. Aber wer mich kennt, weiß genau warum der Chefe von meine lokalen Polodealer, quer durch Deutschland telefoniert hat um ein solches Teil zu beschaffen... grins. Ein andere Poloshop, war bereit sein einziges Gerät, dass er auf Lager hatte an meinen Dealer abzugeben. Was er im Gegenzug dafür angeboten hat möchte ich gar nicht wissen.

    "Hura" dachte ich, kann ich mich auf dem Weg zum ZOO Army Konzert in Dortmund nicht verfahren und laufe freudestrahlend am Donnerstag Nachmittag bei Polo ein, um mein begehrtes Gerät in Empfang zu nehmen, aber Pustekuchen, die hatten vergessen es loszuschicken. Nach einem kurzen Telefonat mit dem fraglichen Poloshop, ging ich mit der sicheren Zusage nach Hause dass sich "mein" TomTom auf dem Weg nach Darmstadt befindet.

    Und dann war er da... der große Tag... ich bekam mein TomTom Ride, allerdings ohne Kfz-Halterung, da diese auf Wochen vorbestellt und ausverkauft ist. Aber erst mal egal ich hatte mein TomTom und packte es freudestrahlend aus. Und da waren sie wieder meine drei Probleme:

    1. Die Halterung für's Motorad stetzt voraus, dass man erst einmal den kompletten Bock zerlegt um die Stromversorgung an die Batterie anzuklemmen, also nichts zum schnell mal austesten.

    2. Da das TomTom Ride für's Motorrad konzipiert ist, hat es keinen Lautsprecher, sondern ein Head-Set, welches natürlich für Helme konstruiert ist und mit diesem fest verbunden wird, also ohne Helm hält das Dingen nicht am Kopf.

    3. Die Kfz-Halterung mit ihrem eingebauten Lautsprecher, welcher das Head-Set im Auto überflüssig macht, ist noch nicht da.

    So nun bin ich a) blond, b) weiblich und c) ein Frettchen, also platze ich chronisch vor Neugierde und  wollte  mein TomTom unbedingt testen. Mit dem Motorrad ging nicht, weil die Haltermontage so ca. 3 Stunden dauert, mit dem Auto ging eigentlich auch nicht, da ich weder das Head-Set nutzen kann noch den visuellen Anweisungen folgen kann, da der Kfz-Halter noch nicht da ist.

    Also was tut ein Frettchen in einer solchen Notlage?

    Ja, es gibt sich der Lächerlichkeit preis und setzt sich mit dem Motorrad-Helm auf  ins Auto um sich wenigstens akustisch navigieren zu lassen.

    Von der Tatsache, dass  mein nigelnagelneues TomTom auch als Freisprechanlage für mein Handy fungieren könnte ... ja könnte, wenn bei meinem ebenfalls relativ neuem Handy nicht ständig die Bluetooth Verbindung abkacken würde, will ich jetzt mal überhaupt nichts erzählen.

    So long

    Nicole 

 
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